Fußball : Hansa müht sich zum 2:0 in Waren

Kurz vor der Pause ist einmal die Lücke da, Aleksandar Stevanovic nutzt sie nach Vorlage von Mustafa Kucukovic zum 1:0. Rechts der Warener Michael Kaul.  Fotos: Inside Picture/Lutz Bongarts
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Kurz vor der Pause ist einmal die Lücke da, Aleksandar Stevanovic nutzt sie nach Vorlage von Mustafa Kucukovic zum 1:0. Rechts der Warener Michael Kaul. Fotos: Inside Picture/Lutz Bongarts

Tore von Stevanovic (44.) und Blacha (90.+3) sorgen für den Einzug der Rostocker ins Halbfinale des Fußball-Landespokals.

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock setzte sich am Sonnabend im Viertelfinale des Lübzer Pils Cups um den Landespokal MV beim fünftklassigen SV Waren 09 zwar mit 2:0 (1:0) durch, dies trotz großer Ballbesitz-Vorteile allerdings recht mühevoll. Das erinnerte oft ein wenig an die zweite Halbzeit von Deutschland gegen Gibraltar. Das Halbfinale wird im Januar im NDR-Nordmagazin ausgelost.

Gäste-Trainer Vollmann verzichtete auf Experimente. Auch der Einsatz von A-Junior Scherff als Linksverteidiger kam ja nicht so überraschend (siehe unten).

Hansa hatte Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden: Ansätze gab es, aber phantasievoll war’s nicht gerade, insbesondere kamen die Pässe zu ungenau. Allerdings stand Waren auch sehr dicht und gut organisiert, und zu dieser Defensivdisziplin kamen Nadelstiche nach vorn. So der erste Schuss überhaupt der Partie durch Bergmann (9./ übers Tor) oder ein Kopfball des Ukrainers Repetylo, den Weidlich gerade noch abblocken konnte (18.). Die Rostocker brauchten immerhin 24 Minuten, ehe mal jemand abdrückte, Keeper Buschke hielt den Versuch von Kucukovic aber sicher.

Mitte der ersten Hälfte steigerte sich der Favorit und kam durch Scherff, dessen Volley-Knaller nach abgewehrter Ecke Buschke glänzend parierte, der Führung nahe. Die besorgte schließlich kurz vor der Pause Stevanovic. Schön bedient von Kucukovic, stieß er in die Lücke und schob die Kugel konzentriert ein (44.). Es war die einzige gravierende Unachtsamkeit der Warener…

Mit Beginn der zweiten Halbzeit wurde der Sechste der Oberliga Nordost/Nord gleich zweimal brandgefährlich: Sowohl beim Freistoß von Voß von nahe des linken Strafraumecks (48.) als auch beim Schuss von Täge (54.) landete der Ball am Außennetz. Die Rostocker verwalteten das 1:0, investierten nicht viel mehr als das Nötigste. Bezeichnen wir ihre Spielweise mal nachsichtig als energiesparend… Allmählich nahm die Partie den Charakter eines Freundschafts-Schiebchens an. Es war – abgesehen von dem technisch feinen Latten-Treffer von Blacha (70.) – nicht mehr viel los im schmucken Müritzstadion. Bis die Warener, die Chance auf eine Verlängerung witternd, in der Schlussphase aufdrehten. Doch weder Voß (81., 90.+1) noch Schult (85.) oder Repetylo (90.+3) war das 1:1 vergönnt, im Gegenteil, der FC Hansa erhöhte auf 2:0: Der zuständige Assistent hatte angesichts von Kucukovic’ (passiver) Abseitsstellung kurz die Fahne oben, doch Schiedsrichter Markhoff sah darüber hinweg, erkannte den korrekten Treffer von Blacha, der praktisch für sich selbst auflegte, an.

Waren: Buschke – Schameitke, Schult, Geers, Kaul – Bergmann (90. Liedtke) – Jähnke (71. Timper), Repetylo, Voß, Lübke (65. Koop/V) – Täge. Rostock: Hahnel – Jakobs, Weidlich, Ruprecht, Scherff – Krauße (V) – Bickel (59. Srbeny/V), Stevanovic, Blacha – Kucukovic, Starke (79. Gröger). Schiedsrichter: Markhoff (Sukow). Zuschauer: 1780

Tore: 0:1 Stevanovic (44.), 0:2 Blacha (90.+3)

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