FC Hansa Rostock : Hansa mit neuem System

Aller guten Dinge sind drei – ob es Trainer Brands Dreier-Abwehrkette mit Matthias Henn, Dennis Erdmann und Marcus Hoffmann (von links) ist, die den FC Hansa zum Sieg führt, wird sich in den nächsten Pflichtspielen zeigen.
Aller guten Dinge sind drei – ob es Trainer Brands Dreier-Abwehrkette mit Matthias Henn, Dennis Erdmann und Marcus Hoffmann (von links) ist, die den FC Hansa zum Sieg führt, wird sich in den nächsten Pflichtspielen zeigen.

Coach Christian Brand trainiert 3-5-2-Taktik: „Müssen uns danach richten, wie wir den Gegner bespielen wollen“

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19. Januar 2016, 08:00 Uhr

Der Countdown bis zum Start der restlichen Rückrundenpartien in der 3. Fußball-Liga läuft. Am Freitagabend startet der FC Hansa Rostock bei Fortuna Köln in die verbleibenden 17 Punktspiele. Und der neue Chefcoach Christian Brand hat in der Vorbereitung so einiges Neues mit den Profis einstudiert. Insbesondere das 3-5-2-System hat er in den Trainingseinheiten immer wieder durchgenommen und, wenn es notwendig war, sogar die Übungen unterbrochen, um den Spielern Lösungsansätze aufzuzeigen. Ist da eine Favoriten-Taktik zu erahnen? „Ja, noch nicht so richtig, aber es kristallisiert sich ein bisschen was heraus“, sagt Christian Brand, fügt jedoch hinzu: „Es kommt auch immer darauf an, wo die Spieler sich wohlfühlen, wie es passt vom Material, was wir zur Verfügung haben. Und dann müssen wir uns auch ein bisschen danach richten, wie wir den Gegner bespielen wollen, was der Gegner macht. Das Ziel ist immer, den Kontrahenten zu besiegen.“


Konkurrenzkampf in der Abwehr


Beim bisher letzten Heimspiel gegen den Chemnitzer FC funktionierte diese Taktik jedenfalls – die Hanseaten gewannen im Ostseestadion mit 1:0. Die sichere Dreier-Abwehrkette bildeten dabei die gelernten Innenverteidiger Matthias Henn, Dennis Erdmann und Marcus Hoffmann.

Eine ungewohnte Konkurrenzsituation beim FC Hansa? „Diese Situation ist immer da, das war sie auch unter Karsten Baumann. Unter einem neuen Trainer gibt es neue Reize, muss sich jeder neu beweisen. Der Konkurrenzkampf ist da, dem muss man sich stellen“ , so Matthias Henn. Klare Unterschiede zu den Übungseinheiten unter Coach Christian Brand sieht er dennoch: „Es ist sehr spielnah. Das ist aber das, was uns noch mal einen Ticken nach vorne bringen wird, dass wir hinten heraus noch mal eine Schippe draufpacken können“, ist sich der 30 Jahre alte Abwehrmann sicher. „Und am Ende wird der Trainer am 22. Januar entscheiden, auf welche Dreier- oder Viererkette er im Endeffekt vertrauen wird“, fasst Henn zusammen.

„Ich glaube, wir haben ein paar gute Jungs hinten drin“, sagt Dennis Erdmann, der in den verschiedenen Spielen mit diesem System durchaus den Chef gemimt hat: „Ich glaube, ich kann die Rolle in der Mitte ganz gut ausfüllen. Die Jungs rechts und links neben mir machen das auch gut. Mir gefällt die Rolle. Das ist etwas größere Verantwortung, als wenn man nur mit zwei Innenverteidigern spielt. Wir haben es aber bisher ganz gut gemacht“, sagt der 25-Jährige.


In der Rückrunde Gas geben


So soll es seiner Ansicht nach weitergehen, um den FC Hansa aus dem unteren Bereich der Tabelle herauszuholen. „Ich glaube, der 16. Platz spiegelt nicht das wider, was wir können. Aber im Endeffekt lügt die Tabelle nicht. Wir müssen zusehen, dass wir die Punkte auf dem Platz holen, dass wir die einen oder anderen Dinge abstellen.“ Für ihn gehört auch seine Spielweise dazu – genauer gesagt, die Masse an Karten, die er in den vergangenen Partien gesammelt hat (insgesamt neun gelbe Karten, eine rote). „Je weniger Karten ich bekomme, desto hilfreicher bin ich fürs Team. Das, glaube ich, sollte mein Ziel sein“, sagt Erdmann.

Und das Gesamtziel ist, dass „wir im Mittelfeld der Tabelle landen. Ich bin wirklich davon überzeugt, dass wir es jetzt schaffen werden, in der Rückrunde Gas zu geben“, so Erdmann zuversichtlich. Und das womöglich mit den bekannten Akteuren, denn den möglichen „Abgang im defensiven Bereich wird es wohl nicht geben“, gab Brand bekannt.

 

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