FC Hansa Rostock : Hansa mit Glück des Tüchtigen

Neues Kopfball-„Ungeheuer“ beim FC Hansa: Stefan Wannenwetsch (rechts) trifft per Kopf zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung für den Rostocker Traditionsverein nach Freistoß von Marcel Hilßner. „Das war ein Spiel von zwei hochklassigen Mannschaften“, lobte Abwehrchef Oliver Hüsing (links). Fotos: Georg Scharnweber
Neues Kopfball-„Ungeheuer“ beim FC Hansa: Stefan Wannenwetsch (rechts) trifft per Kopf zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung für den Rostocker Traditionsverein nach Freistoß von Marcel Hilßner. „Das war ein Spiel von zwei hochklassigen Mannschaften“, lobte Abwehrchef Oliver Hüsing (links). Fotos: Georg Scharnweber

Die Rostocker gewinnen zu Hause 3:1 gegen Würzburg

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11. Februar 2018, 21:00 Uhr

Der FC Hansa setzt seinen Siegeszug auch am 24. Spieltag der 3. Fußball-Liga fort – die Rostocker haben vor 10 300 Zuschauern im Ostseestadion die Würzburger Kickers mit 3:1 (2:0) besiegt. Doch auch wenn das Ergebnis eindeutig aussieht, so war das Spiel nicht immer in Hansa-Hand. „Das Spiel war zäh und spannend bis zum Schluss – aber Ende gut, alles gut. Es war bis zum Schluss immer gefährlich. Ich denke, wenn man 3:1 gewinnt, kann man nicht von einem glücklichen Sieg sprechen – wir haben sehr effizient gespielt“, erklärt FCH-Trainer Pavel Dotchev.

Jedoch waren es eher die Gäste, die die Partie forsch angegangen sind. Die Hanseaten reagierten zumeist nur und verteidigten. „Optisch waren wir ein bisschen passiv, weil wir den Gegner locken wollten und dann auskontern – das war der Plan, auch zu Hause“, so Dotchev.

Und dies gelang: FCH-Stürmer Pascal Breier wird im Strafraum vom Ex-Hanseaten Maximilian Ahlschwede, der im Sommer nach Würzburg wechselte, zu Fall gebracht. Es gab zu Recht Elfmeter, den Angreifer Soufian Benyamina sicher verwandelte (32.) und so den zehnten Saisontreffer auf seine Tor-Liste brachte.

Nach der Führung waren die Hausherren dann beflügelt, kombinierten sich schnell nach vorne und konnten oftmals nur unfair gestoppt werden. Nach einem Freistoß von Marcel Hilßner musste der 1,77 Meter große Stefan Wannenwetsch nur noch den Kopf hinhalten – 2:0 (38.). „Das war, glaube ich, mein erstes Kopfballtor seit der F-Jugend mal wieder. In der Situation hat alles reingepasst“, so der Torschütze, der dem Gegner ein Kompliment aussprechen musste: „Es war sehr hart, muss man wirklich sagen. Würzburg hat eine spielstarke gute Mannschaft – heute gewann vielleicht das etwas glücklichere Team. Aber das ist auch das Glück des Tüchtigen.“

Gleich mehrere Schreckmomente mussten die Hansa-Defensive und die Fans auf den Rängen zum Ende der ersten Halbzeit überstehen – zweimal rettete Rechtsverteidiger Vladimir Rankovic auf der Linie (41.). „Da haben wir dann mit allen Mann verteidigt, jeder hat sich vor den Schuss geworfen – das war überragend. Aber so eine Phase gibt es mal, die müssen wir dann als Team überstehen“, erklärt Abwehrchef Oliver Hüsing.

Dennoch konnten die Rostocker den Anschlusstreffer nach Freistoß durch Jannis Nikolaou nicht verhindern (47.). „Wir hatten Probleme bei Standards, die waren schwer zu verteidigen – da war es am Kochen und Brennen“, kritisiert Pavel Dotchev. Mit einem abgefälschten Fernschuss sorgte Rankovic dann für die Entscheidung – 3:1 (55.).

Mit diesem Sieg bleibt Hansa nicht nur an den Spitzenteams der Liga dran, sondern überzeugt mit einer neuen Qualität, denn die Rostocker treffen nun aus allen Mannschaftsteilen. „Das ist gut für uns, dass ein paar andere auch in der Lage sind, Tore zu machen. Ich hoffe, dass alle Appetit bekommen, um öfter zu treffen“, so Pavel Dotchev mit Blick auf das Auswärtsmatch bei Preußen Münster am kommenden Freitag.

TrainerUrteil

Pavel Dotchev (Rostock): Ich freue mich riesig, dass wir die drei Punkte hier behalten. Es war ein verdammt schweres Spiel für uns. Wir haben in bestimmten Situationen schon Glück gehabt. Unser Hauptproblem war, dass wir es nicht schafften, mehr Ballbesitz und Kontrolle über das Spiel zu haben. Die meiste Zeit waren wir am Verteidigen und verloren dadurch unheimlich viel Kraft. Wenn wir den Ball eroberten, haben wir ihn direkt wieder verloren. Von der Moral und vom Läuferischen her war es aber vorbildlich. Beide Mannschaften wollten unbedingt gewinnen.

Michael Schiele (Würzburg): Ich denke, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben – vom Einsatz, vom Spielerischen und von den herausgespielten Torchancen her. Dass man dann so blöde Aktionen hat, passiert. Dann liegen wir 0:2 im Rückstand, haben aber in der ersten Hälfte noch drei, vier Hundertprozentige, da können wir schon führen. Nach der Halbzeitpause sind wir gut zurückgekommen, haben auch schnell das 1:2 gemacht und es weiter versucht. Es hat heute einfach nicht sollen sein. Ich kann der Mannschaft nichts vorwerfen.

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