FC Hansa Rostock : Hansa legt Sport-Etat von 3,1 Millionen vor

Wie geht es weiter beim FC Hansa Rostock?
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Rostocker Fußball-Drittligist reicht die Lizenzunterlagen für 2016/17 beim DFB ein

svz.de von
01. März 2016, 05:00 Uhr

Der Rostocker Drittligist FC Hansa reicht heute die Unterlagen zur Lizenzierung für die kommende Saison beim Deutschen Fußball-Bund ein. Dabei kalkulieren die Vereinsverantwortlichen unter anderem mit rund 3,15 Millionen Euro für den sportlichen Bereich. Ein wichtiger Schritt für die Lizenzierung der Spielzeit 2016/17 ist neben den beiden bisher umgesetzten Sparpaketen auch die Verlängerung des Stadionkredits durch Investor Rolf Elgeti. „Dadurch wurde eine große Baustelle geschlossen. Ein großer Dank, dass Rolf Elgeti uns weiterhin mit der Stundung der Zinstilgung unterstützt“, sagt Markus Kompp, Vorstandsvorsitzender des FC Hansa.

Der 33-Jährige ist heute seit 100 Tagen offiziell im Amt und hat bereits zwei Sanierungspakete auf den Weg gebracht. Die ersten Maßnahmen brachten Einsparungen in Höhe von 650 000 Euro, das zweite Paket ist derzeit noch in Abarbeitung und soll einen Effekt von 525 000 Euro umfassen. Verbesserung pro Saison: knapp 1,2 Millionen Euro. Zudem planen die Rostocker mit einem Zuschauerschnitt von 12 000 Besuchern – in der aktuellen Saison liegt er bei 12 800. „Sollte der DFB die Planzahlen teilen, steht der Lizenz nichts im Wege“, gibt Kompp sich zuversichtlich.

Dennoch kündigt der Vereinsboss weitere Sparpakete an: „Ich kann zwar noch nicht genau sagen, wie viele es geben wird, aber wir sind jetzt schon dabei, das dritte zu schnüren.“

Auch die geplante Ausgliederung der Lizenzspieler- Abteilung sei auf gutem Weg, um bis zum 30. Juni 2016 vollzogen zu werden. „Es ist mit der Zwischenbilanz vom 31. Dezember 2015 machbar, wir verfügen über das geplante Eigenkapital von 2,5 Millionen Euro“, erklärt Kompp, der „zeitnah den Termin der außerordentlichen Mitgliederversammlung verkünden“ will.

Des Weiteren reagierte der Club auf die Ausschreitungen seiner Fans beim Heimspiel gegen Aue (0:2). Es fanden mehrere Gespräche zwischen Verein, Fans, Sicherheitspartnern, der Polizei und dem Deutschen Fußball-Bund statt. „Unterschwellig wurde vom DFB schon kommuniziert, dass das Fass voll ist. Das ist aber auch in der AG Süd angekommen“, sagt Kompp.

Zum heutigen Heimspiel gegen Holstein Kiel wurden als Konsequenz der jüngsten Zwischenfälle bauliche Veränderungen im Ostseestadion durchgeführt. Der Zaun an den Pufferblöcken zum Gäste-Bereich soll über die Balustrade reichen, um so ein Überqueren der Pufferzone zu erschweren.

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