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„Rückkehr der Helden II“ : Hansa-Legenden wieder vereint

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Stürmer Marcel von Walsleben-Schied freut sich auf die „Rückkehr der Helden II“ im Ostseestadion – und hofft auf viele Zuschauer

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erstellt am 02.Sep.2017 | 08:00 Uhr

Insgesamt 143 Pflichtspiele für Hansa in allen drei deutschen Fußball-Ligen und zwei Aufstiege: Marcel von Walsleben-Schied hat mit der Kogge viel erlebt und immer alles für seinen Verein gegeben. Am Sonntag kehrt der heute 34-Jährige an seine alte Wirkungsstätte zurück und geht bei der „Rückkehr der Helden II“ wieder im Hansa- Trikot gegen eine Allstar-Mannschaft auf Torejagd. „Die Vorfreude ist schon sehr groß. Zehn Jahre sind eine lange Zeit. Endlich sehen wir uns alle mal wieder, wir können quatschen und auch noch ein bisschen zusammen kicken“, sagt Marcel von Walsleben-Schied.

Vom Internat ins Ostseestadion

Sein Profi-Debüt für die Hanseaten gab er am 16. März 2002 beim Auswärtsspiel gegen den FC Köln in der 1. Bundesliga. In seinen Jahren bei den Rostockern erzielte er insgesamt 28 Treffer und steuerte 13 Torvorlagen bei. „Mit 15 Jahren bin ich ins Internat der Hansa-Nachwuchsakademie gegangen. Dieser Moment, als ich mit 18 Jahren Profi werden durfte und eingewechselt wurde in diesem Spiel, bleibt für immer in Erinnerung“, sagt er und ergänzt: „Mich verbindet so vieles mit Hansa. Klar, die schönen Dinge wie die gefeierten Aufstiege sind toll. Aber auch die weniger schönen Erlebnisse wie die Abstiege haben mich als Fußballer und Menschen geprägt. Dadurch lernt man, immer wieder aufzustehen. Ich habe in all den Jahren gesehen, was der Verein für die Leute und die Region bedeutet – MV ist Hansa-Land. Und auch für mich ist der Verein etwas ganz Besonderes.“

Neben dem Hansa-„Klassentreffen“ freut sich der Stürmer aber auch darauf, wieder einmal im Ostseestadion zu kicken. Für ihn war es ein langer Weg, um auf den Rasen zu kommen. Begann er seine fußballerische Laufbahn in Rostock doch zunächst gegenüber auf den Kunstrasenplätzen – den heutigen VIP-Parkplätzen. Beim Training fragte Trainer Andreas Zachhuber die jungen Fußballer auf das Ostseestadion zeigend, ob sie dort einmal spielen wollen. „Wir antworteten alle Ja. Darauf sagte der Coach nur: ,Dann reißt euch den Hintern auf und arbeitet hart‘“, erzählt Marcel von Walsleben-Schied. „Das Stadion war immer Motivation pur – es zu schaffen, dort einlaufen zu dürfen. Vor unseren Fans.“

Für den leidenschaftlichen Kicker, der aktuell bei TuS Dassendorf (Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein) spielt, war deshalb die Aufstiegsfeier 2007 auf dem Rostocker Rathausplatz eine große Ehre. „Das war sensationell. Am letzten Spieltag haben wir den Aufstieg klar gemacht und dann sind einfach alle Dämme gebrochen. Es war für uns eine rundum überragende Saison.“

Wiedersehen mit alten Freunden

An diese wollen der 34-Jährige und seine ehemaligen Teamkollegen am Sonntag erinnern. Marcel von Walsleben-Schied freut sich aber nicht nur auf das Wiedersehen mit „seinen Jungs“, sondern auch auf die treuen Hansa-Anhänger: „Ähnlich wie wir Spieler haben auch unsere Fans die Chance, uns nach all den Jahren wieder zu treffen. Wir wollen auch mit ihnen ins Gespräch kommen. Hoffentlich kommen ganz viele Zuschauer – auch Kurzentschlossene –, um zu sehen, was aus ihren Jungs geworden ist“, sagt er mit einem Lachen.

Für den Rostocker Traditionsverein wünscht sich Marcel von Walsleben-Schied eine gute Saison: „Und vielleicht können sie sich oben festbeißen. Mit dem gewissen Quäntchen Glück springt dann sogar mehr raus. Es wäre schön, wenn in Rostock endlich mal wieder Zweitliga-Fußball gespielt werden würde.“

 

 

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