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Fehlstart in Saison : Hansa läuft brutal in die Konter

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

1:2 (1:0) zum Saisonauftakt gegen Werder Bremen II

von
erstellt am 26.Jul.2015 | 21:00 Uhr

Der FC Hansa ist am Sonnabend im Ostseestadion mit einem 1:2 (1:0) gegen Aufsteiger SV Werder Bremen II in die neue Saison der 3. Fußball-Liga fehlgestartet – und wurde im Anschluss von den 15 600 (!) trotzdem regelrecht gefeiert. Trainer Baumann: „Die Zuschauer standen wie eine Eins hinter uns. Sie haben nicht gepfiffen, sondern den Willen und die Kampfbereitschaft der Mannschaft honoriert und am Ende sogar applaudiert.“

Eine turbulente, sich immer mehr aufheizende Partie mit gleich fünf Aluminiumtreffern, zahlreichen Torchancen, mit Rudelbildungen und allem Drum und Dran nahm für die Rostocker ein ärgerliches Ende. Dabei begannen sie ansprechend, traten selbstbewusst und willig auf. Einem verheißungsvollen Drei-gegen-drei-Konter (6.) war jedoch ebensowenig Erfolg beschieden wie dem ersten richtigen Torschuss der Partie durch Bickel (19.). Gegenüber zog auf einmal Kobylanski einfach mal ab und traf den Außenpfosten (25.)! Da deutete der Neuling erstmals an, wozu er imstande ist. Hansa spielte jedoch weiter auf das 1:0. Schade, dass bei einem weiteren Konter die Idee von Jänicke, sich den Ball selbst vorzulegen, nicht aufging, weil der im Abseits befindliche Gardawski sich auch zur Kugel hin bewegte; so wurde aus passiv aktiv (36.)… Kurz darauf Hilßner auf der rechten Seite ganz allein, Schuhen stürmt aus seinem Tor, aus dem Strafraum gar, der Bremer umkurvt ihn weiträumig, schließt gefühlvoll ab – erneut Pfosten! Dann wieder die Weiß-Blauen: mit Grupes Traumpass auf Jänicke, vorbei ist der Kapitän an Gäste-Keeper Oelschlägel, der bringt ihn zu Fall – klare Sache, Elfmeter! Bickel vollstreckt ganz sicher flach ins linke Eck (41.). Und Hansa geht mit einem schmutzigen 1:0 in die Pause.

In der 54. Minute vielleicht der Knackpunkt der Partie: Der raffinierte Gardawski erwischt von rechts den auf eine Eingabe spekulierenden Oelschlägel auf dem falschen Fuß. Wird es genauso das 2:0 wie im Mai 2007 am letzten Spieltag der 2. Bundesliga, als Cetkovic beim den Aufstieg bedeutenden 3:1 gegen Unterhaching auf die gleiche Weise traf? Nein: Alu Nummer drei statt dass der Ball im „kurzen“ Eck einschlägt! Wenig später gelangt auf der anderen Seite Grillitsch nach einem an sich schon bereinigten Eckball zum Abschluss – vom Pfosten findet die Kugel den Weg ins Netz zum 1:1 (57.). Doch es kommt noch schlimmer. Die Hanseaten greifen an, Bickels Schuss wird von Busch geblockt, Konter, Manneh – zur zweiten Halbzeit ein-, später (82.) wegen akuter Gelb-Rot-Gefahr wieder ausgewechselt – macht das 1:2 (60.).

Die Rostocker versuchen alles, u. a. trifft Henn nach Ecke von Bickel mit Kopfball noch die Latte (87.), doch alles ist vergebens. „Wir haben unnötige Fehler gemacht und das Spiel leichtfertig hergeschenkt, sind bitter bestraft worden. Aber am Sonnabend in Chemnitz haben wir eine gute Chance, uns die Punkte zurückzuholen“, fasste Jänicke den missglückten Auftakt zusammen.

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