Rostocks Serie gerissen : Hansa lässt in Unterzahl Punkt liegen

Bitterer Moment: Zwei Minuten vor Ende bejubeln Bielefelds Koen van der Biezen (l.) und Christoph Hemlein den 3:2-Siegtreffer von Manuel Junglas. Hansas Marcel Schuhen und Maximilian Ahlschwede müssen den Ball aus dem Netz holen.  Fotos: Inside-Picture/Bongarts
Bitterer Moment: Zwei Minuten vor Ende bejubeln Bielefelds Koen van der Biezen (l.) und Christoph Hemlein den 3:2-Siegtreffer von Manuel Junglas. Hansas Marcel Schuhen und Maximilian Ahlschwede müssen den Ball aus dem Netz holen. Fotos: Inside-Picture/Bongarts

2:3 – Rostocker kassieren in Bielefeld erste Pleite 2015

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15. März 2015, 20:45 Uhr

Jetzt ist Hansas Serie doch gerissen: Nach sechs Spielen ohne Niederlage musste der Fußball-Drittligist die erste Niederlage 2015 einstecken. In einer emotionsgeladenen Partie unterlagen die Rostocker am Sonnabend bei Arminia Bielefeld mit 2:3 (1:1) und müssen im Kampf gegen den Abstieg den Blick in der Tabelle wieder nach unten richten.

„Es war klar, dass wir nicht alle Spiele gewinnen können. Die Partie stand auf Messers Schneide . Wir waren nah dran, etwas mitzunehmen. Diesmal hat es nicht geklappt. Beim nächsten Mal müssen wir es besser machen“, hielt sich die Enttäuschung bei Trainer Karsten Baumann in Grenzen.

Abgesehen vom Ergebnis sah der 45-Jährige kaum Gründe, mit der Leistung seiner Mannschaft zu hadern. Nach zuletzt drei Siegen in Folge traten die Hansestädter beim Tabellenführer selbstbewusst auf. Ein Indiz war die Startelf, in der mit Sabrin Sburlea und Halil Savran auf den Außenbahnen sowie Marcel Ziemer als einzige Spitze gleich drei etatmäßige Stürmer standen.

Die Gäste waren vor 15070 Zuschauern im 4-5-1-System zunächst bemüht, das eigene Tor zu sichern. Dies gelang anfangs gut, doch mit zunehmender Zeit ließen sich die Rostocker zu weit hinten reindrängen. So kam Bielefeld zu ersten Möglichkeiten durch Börner (12.), Klos (21.) und Dick (29./Freistoß).

Diese Drangphase überstanden die Rostocker schadlos und begannen selbst, Akzente (Kopfball Denis Weidlich/38.) zu setzen. Und, siehe da, plötzlich wackelte der Spitzenreiter. Nach bösem Fehlpass war Savran frei durch, flankte auf Sburlea, der mit Hilfe von Ziemer den Ball über die Linie drückte. Doch Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus entschied nach Absprache mit ihrem Assistenten zurecht auf Abseits.

Danach überschlugen sich die Ereignisse. Erst köpfte Savran nach perfekter Flanke von Sburlea zum 1:0 ein (45.). Fast im Gegenzug glich Bielefelds Schütz per Kopf aus (45.+2).

Nach Wiederbeginn blieben die Hausherren am Drücker und gingen erneut durch eine präzise Eingabe mit 2:1 in Führung. Diesmal ließ sich Mikko Sumusalo im Zentrum von Hemlein übertölpeln (53.). Hansas Linksverteidiger erwies auch in der folgenden Szene seinem Team einen „Bärendienst“ und flog mit Gelb-Rot vom Platz – der Knackpunkt (56.). Trotzdem steckten die Rostocker nie auf. Nach mehreren verheißungsvollen Angriffen wurde José-Alex Ikeng im Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte Steven Ruprecht sicher zum 2:2 (70.).

Mit diesem Ergebnis wären die dezimierten und in den Schlussminuten auf dem letzten Loch pfeifenden Gäste zufrieden gewesen. Doch in den Schlussminuten behielten die Arminen zum dritten Mal bei einem hohen Ball die Oberhand – Junglas köpfte nach Ecke zum 3:2 ein (88.).

„Das ist halt die Qualität, die ein Tabellenführer mitbringt“, bekannte Ruprecht, schob aber nach: „Wir brauchen uns vor unserer Leistung nicht verstecken. Darauf lässt sich aufbauen!“

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