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Spiel gegen Würzburg : Hansa ist auswärts eine Macht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker Fußball-Drittligist gewinnt dritttes Spiel auf fremdem Platz: 3:0 bei den Würzburger Kickers

von
erstellt am 20.Aug.2017 | 21:33 Uhr

Der FC Hansa bleibt der Auswärtsschreck der 3. Fußball-Liga. Bei den Würzburger Kickers setzen sich die Rostocker vor 6226 Zuschauern in der Flyeralarm-Arena mit 3:0 (1:0) durch.

„Es war ein seltsames Spiel von uns, weil wir hoch gewonnen haben, obwohl unsere Leistung nicht gestimmt hat. Gleichzeitig waren wir aber effizient. Es ist ein total verrücktes Match gewesen. Ich habe es noch nicht als Trainer gehabt, dass man mit einer solchen Leistung so überzeugend gewinnt“, so Hansa-Chefcoach Pavel Dotchev.

Denn zu Beginn der Partie war nicht abzusehen, dass ein so deutlicher Sieg für die Hanseaten herausspringt. Die Ostseestädter hatte zunächst arge Probleme im Spielaufbau und dabei, sich aus dem hohen Pressing der Gastgeber zu befreien. Die Beine und die Köpfe schienen noch fest zu sein. Nach einer Abwehrschlacht bei Würzburger Ecken in den ersten zehn Minuten setzte FCH-Innenverteidiger Oliver Hüsing den Ball per Kopf an den Innenpfosten und von dort sprang er zum 1:0 ins Tor (13.). „Zu der Zeit war Würzburg am Drücker und hatte viele Großchancen. Mein Treffer hat denen so ein bisschen den Wind aus den Segeln genommen, wenngleich wir es danach auch nicht richtig gut machten“, schätzt der 24-jährige Verteidiger ein.

In die Karten spielte den Rostockern der rote Karton gegen Björn Jopek in der 27. Minute nach einem überharten Einsteigen gegen FCH-Angreifer Soufian Benyamina. „Ich lege mir den Ball vor und der Gegenspieler kommt mit offener Sohle in meine Wade“, erklärt Benyamina.

Hochmotiviert starteten die Gastgeber in Halbzeit zwei und brachten die veränderten Rostocker – Julian Riedel musste raus, für ihn ging Joshua Nadeau in die Innenverteidigung und Vladimir Rankovic kam als Rechtsverteidiger ins Spiel – zeitweise in Bedrängnis. Einen Konter, eingeleitet von Marcel Ziemer vom Mittelkreis aus über Marcel Hilßner, schloss Soufian Benyamina zum 2:0 (73.) ab. Obwohl die Rostocker in Überzahl waren, kamen die Würzburger immer wieder gefährlich vors Tor. Doch sie trafen einfach nicht.

Clever herausgespielt sorgte Benyamina in der 88. Minute mit dem 3:0 für die Entscheidung. „Das war vielleicht unser schlechtestes Spiel diese Saison, aber wir haben drei Punkte geholt. Nächste Woche geht es mit einem guten Spiel weiter – und dann kommt der erste Heimsieg, damit wir auch mal mit unseren geilen Fans zu Hause feiern können“, so Hüsing.

Trainerurteil

Stephan Schmidt (Würzburger Kickers): Zum dritten Mal bekommen wir Blumen vom gegnerischen Trainer, aber keine Punkte. Heute sind viele Sachen gegen uns gelaufen. Wir müssen in den ersten 20 Minuten in Führung gehen - hatten drei hundertprozentige Chancen. Das 0:1 nach einem Standard darf nicht fallen. Die Rote Karte ist eine zu harte Entscheidung – dann spielen wir knapp 65 Minuten in Unterzahl, dait ist meine Mannschaft aber sehr gut umgegangen.

Pavel Dotchev (Hansa Rostock):): Das war ein schweres Spiel für uns. Die ersten zehn Minuten waren sehr anstregend und wir waren nicht gut im Spiel. Man hat gesehen, dass viele Spieler noch mit sich beschäftigt waren. Nach der Roten Karte und der Führung haben sie dann gedacht, dass es reicht zu verwalten. Würzburg hat gut gekämpft und sich sogar in Unterzahl Chancen erarbeitet. Das Ergebnis war zu hoch und zu glücklich.

 

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