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Ost-Duell gegen Magdeburg : Hansa holt Remis vor Rekordkulisse

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

1:1 im Ost-Duell gegen den 1. FC Magdeburg

von
erstellt am 17.Apr.2017 | 21:00 Uhr

Vor der Rekordkulisse von 20 400 Zuschauern im Ostseestadion schafft der FC Hansa Rostock ein 1:1 (0:0)-Remis gegen den Tabellendritten 1. FC Magdeburg am 33. Spieltag der 3. Fußball-Liga. Ganz zufrieden war FCH-Trainer Christian Brand nach der Partie aber nicht: „Ich glaube, dass wir als einzige Mannschaft dieses Spiel hätten gewinnen müssen.“

Dabei geriet der FC Hansa, der mit der Sieg-Elf aus dem Spiel beim FSV Mainz II (4:2) auflief, in der 68. Minute nach einem Missverständnis zwischen FCH-Schlussmann Marcel Schuhen und seinem Linksverteidiger Christian Dorda in Rückstand. „Es ist blöd gelaufen. ,Schuh‘ wirft den Ball ab, ein bisschen zu kurz auf mich, dann spielen die Magdeburger es gut aus. Vielleicht müssen wir es vorher anders verteidigen“, erklärt Dorda. Dennoch macht der 28-Jährigen seiner Mannschaft auch ein Kompliment: „Wir haben Moral bewiesen und noch den Ausgleich erzielt.“ Deswegen lautet auch sein Fazit des Spiels. „Für Magdeburg ist es ein verdientes Unentschieden. Wir hätten gewinnen müssen, hatten genug Chancen, haben die aber leider nicht gemacht. Klar, nehmen wir den Punkt mit, aber es war auf jeden Fall mehr drin.“

Tormöglichkeiten erspielten sich die Hanseaten reichlich, vor allem über die rechte Seite, allerdings wollte der letzte entscheidende Pass in den Strafraum nicht wirklich gelingen – oder die platzierte Flanke fand keinen Abnehmer. So brauchten die Hausherren schließlich einen Handelfmeter, um den Ausgleich sicher zu verwandeln. Doch dieser war für die Spieler des 1. FCM äußerst fragwürdig: Beim Schuss vom zwischenzeitlich eingewechselten Hansa- Angreifer Tim Väyrynen berührte aus Sicht des Unparteiischen Wolfgang Stark der Magdeburger Tobias Schwede kurz vor dem Tor den Ball mit der Hand – Strafstoß und rote Karte (78.). Trotz seiner vielen ausgelassenen hochkarätigen Gelegenheiten trat Stephan Andrist selbstbewusst vom Punkt an und verwandelte. Die Hanseaten versuchten gegen die zehn Magdeburger noch einiges, aber ein weiterer Treffer sprang dabei nicht heraus – und so blieb es vor der stimmungsvollen Kulisse beim 1:1-Remis. „Ich bin froh, dass es ruhig geblieben ist und wir uns 90 Minuten auf Fußball konzentrieren konnten“, resümiert Christian Brand.

Damit belegt Hansa nun mit 43 Punkten Platz 13 in der Tabelle – haben aber zehn Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang. „Die jüngsten Spiele haben gezeigt, dass wir als Mannschaft vieles richtig machen – nicht alles. Aber ich glaube, wenn wir so couragiert weiter arbeiten, dann lässt der Klassenerhalt nicht mehr lange auf sich warten“, so Verteidiger Christian Dorda. Und auch der Chefcoach hat keine Angst um den Verbleib in der 3. Liga, vielmehr „geht es für uns darum, so viele Punkte wie möglich zu holen, um in der Tabelle nach oben zu klettern. Die Haltung will ich von der Mannschaft sehen, dass wir weiter Spiele gewinnen wollen.“

Trainer Urteil

Christian Brand (Rostock):  Wir hätten dieses Spiel gewinnen müssen – und es schon in der ersten Halbzeit entscheiden müssen.  Wir haben mit einer guten Spielverlagerung und vielen  Möglichkeiten,   schnell und intensiv gespielt. Mit Christian Beck hat Magdeburg einen Mann da vorne, der eine Chance braucht und die nutzt – so war es auch. Aber die Jungs haben weiter nach vorne gespielt. Deswegen ist es völlig in Ordnung, dass wir einen Treffer erzielt haben. Meiner Mannschaft kann ich zu dem hervorragenden Spiel gratulieren.

Jens Härtel (Magdeburg):  Wir gehen in Führung, investieren viel ins Spiel – und geben durch einen Standard, diesmal durch einen unberechtigten Hand-Elfmeter, diese drei Punkte aus der Hand. Es war ein intensives Spiel und Hansa war mit seiner Waffe   – Stephan Andrist –  gefährlich, den haben wir nicht immer in den Griff bekommen. Ansonsten haben wir leidenschaftlich verteidigt, mit guten Torhüterleistungen, aber kreierten auch Tormöglichkeiten, vor allem über links, weil das die Achillesferse ist, weil Andrist nicht viel nach hinten macht.

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