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Ziemers Viererpack zu wenig : Hansa holt nur einen Punkt in Regensburg

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Hansa Rostocks Stürmer Ziemer hat Gastgeber Jahn Regensburg vier Tore reingeballert. Die reichten in einem turbulenten Spiel aber nur zu einem Punkt für die Mecklenburger, die auf ihren zweiten Saisonsieg warten müssen. Der soll nun Dienstag gegen Aufsteiger Großaspach her.

svz.de von
erstellt am 23.Aug.2014 | 16:35 Uhr

Für Marcel Ziemer hätte es ein Glückstag sein müssen. War es aber nicht. Der Stürmer des Fußball-Drittligisten konnte sich über die vier Tore, die er am Samstag beim turbulenten 4:4 (1:0) bei Jahn Regensburg erzielte, nicht so recht freuen. „Es ist ärgerlich, dass wir zweimal geführt und verpasst haben, einen nachzulegen. Dann hätten wir das Spiel gewinnen können“, sagte der 29-Jährige nach seinem Viererpack, dem ersten in seiner Profikarriere, eher enttäuscht.

Dabei lieferte Ziemer bei seinem ersten Einsatz in Hansas Startelf - zuvor standen für ihn lediglich 63 Minuten aus vier Teilzeiteinsätzen zu Buche - einen nachhaltigen Beleg dafür ab, warum ihn die Rostocker an die Küste geholt haben. Zunächst wuchtete der gebürtige Wormser einen Ball aus Mittelstürmerposition zur Führung ins gegnerische Netz (18.).

Dann köpfte der 1,82 Meter große Angreifer zum 2:1 ein (61.) und nährte damit die Hoffnungen auf den zweiten Auswärtssieg für die unbefriedigend in die Saison gestarteten Mecklenburger. Und als der Großteil der Schlachtenbummler beim Stand von 2:4 schon die Köpfe hängen ließen, sorgte wieder Ziemer für den Stimmungswandel. Zunächst lieferte er einen Fallrückzieher für das Lehrbuch zum Anschlusstreffer ab (84.), schließlich stand er da, wo ein Mittelstürmer zu stehen hat, und ballerte zum verdienten Ausgleich ein (88.).

Dass es statt der erhofften drei Zähler wie bei den beiden vorangegangen Gastspielen in Regensburg nur einer wurde, lag an der Rostocker Defensive, die sich in dem verrückten Spiel zu viele Schaltpause leistete. Die bestraften Thomas Kurz (50.), Aias Aosman (67.), Fabian Trettenbach (73.) und Romas Dressler (82.) vor 3807 hin und her gerissenen Zuschauern ziemlich gnadenlos.

Und so wussten am Ende alle Protagonisten nicht so recht, ob sie weinen oder lachen sollten. Auch Hansa-Trainer Peter Vollmann nicht. „Wir haben dem Gegner das Toreschießen in der zweiten Halbzeit relativ einfach gemacht, sind aber jedes Mal zurückgekommen. Insofern weiß man nicht, ob man traurig sein oder sich freuen soll“, sagte der 56-Jährige im NDR-Nordmagazin.

Und entschied sich dann doch: „Ich freue mich, weil wir zurückgekommen sind.“ Am Dienstagabend gibt es daheim gegen Aufsteiger SG Sonnenhof Großaspach im zweiten Spiel der englischen Woche die nächste Gelegenheit, endlich den zweiten Saisonsieg zu landen.

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