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Unentschieden gegen Paderborn : Hansa hat das Siegen verlernt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

1:1 – Rostocker Fußball-Drittligist spielt wieder remis #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 26.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Ratlosigkeit in den Gesichtern der Spieler, Wutausbrüche von den Fans auf der Tribüne: Der Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock kommt derzeit einfach nicht vom Fleck und muss mehr denn je den Blick nach unten richten. Das magere 1:1 gegen den SC Paderborn vor 9500 Zuschauern im Ostseestadion war bereits das 15. Unentschieden der laufenden Saison. Mit nunmehr 36 Zählern sind die Ostseestädter 13., haben neun Runden vor dem Saisonende nur noch fünf Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Mit einem gellenden Pfeifkonzert wurden die Kicker schon nach der ersten Hälfte in die Pause verabschiedet. Denn erneut hatten die Ostseestädter eine Führung verspielt. Nach einem Kopfball von Tommy Grupe fälschte der Paderborner Christian Strohdiek die Kugel ins eigene Tor ab (15.). Die Rostocker schienen, auf dem richtigen Weg zu sein. Doch mit zunehmender Spieldauer wurden die Gastgeber immer nervöser, erst recht, als die Ostwestfalen durch Sebastian Heidinger ausglichen. Es war eine sehenswerte Direktabnahme des Linksverteidigers, der allerdings auch alle Zeit der Welt hatte, da der Rostocker Stephan Andrist seinen Defensivaufgaben wieder einmal nicht nachgekommen war. „Wir gehen erneut mit 1:0 in Führung und kriegen dann ein Gegentor, was schon ein ziemliches Traumtor war. Ich glaube, wenn es nicht fällt, läuft das Spiel anders. Wir haben jetzt nicht so viele Spiele gewonnen in letzter Zeit. Da ist es klar, dass das Selbstvertrauen nicht so da ist,“ versucht Tommy Grupe die Verunsicherung in seinem Team zu erklären.

Eigentlich nicht zu erklären ist, weshalb sich Hansa-Stürmer Tim Väyrynen dazu entschloss, einen abgewehrten Schuss von Stephan Andrist, gefühlt fünf Zentimeter über der Grasnarbe, mit dem Kopf verwandeln zu wollen. Er hätte den Ball einfach per Fuß einschieben sollen (28.).

Das war es dann aber auch mit der Hansa-Herrlichkeit. In der zweiten Hälfte lief kaum etwas zusammen. Selbst einfachste Pässe wollten nicht gelingen. Verständlich, dass der Unmut auf den Rängen von Minute zu Minute größer wurde. „Wir wollen euch kämpfen sehen“ oder „Das hat mit Fußball nichts zu tun“ – skandierte das mehr und mehr unzufriedene Publikum.

Am Ende konnten die Hanseaten froh sein, dass auch der Gegner nicht vor Selbstvertrauen strotzte und die Verunsicherung der Gastgeber weiter ausnutzte. Statt Applaus gab es nach Spielschluss nur Pfiffe und Unmutsbekundungen, vor allem gegen Trainer Christian Brand. Beim Gang in den Spielertunnel wurde der 44-Jährige von einem aufgebrachten Stadionbesucher mit einer Brezel beworfen, konnte aber ausweichen. „Ohne Worte“, so Brand, als er auf die Situation angesprochen wurde: „Ich bin der Meinung, dass man generell nicht mit Gegenständen auf andere Leute werfen sollte.“

 

Brand will Zeichen von Tobias Jänicke

 

Vor allem eine Personalie beschäftigt die Anhänger des FC Hansa: Offensivmann Tobias Jänicke. Der 28-Jährige wurde von Coach Christian Brand aus dem Kader gestrichen, er  trainiert weiterhin mit dem Profi-Team, aber läuft nur noch für die zweite Mannschaft auf. „Eine Rückkehr ist nicht ausgeschlossen. Es muss ein Zeichen von dem Spieler kommen – und wenn das kommt, dann bin ich total offen und bereit. Das weiß Tobi auch. Aber das liegt nicht mehr in unserer Hand“, so Brand.

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