FC HAnsa Rostock gegen VfR Aalen : Hansa gut, nimmt aber zu wenig mit

Maik Lukowicz (FC Hansa Rostock) und Maximilian Welzmüller (VfR Aalen)

Maik Lukowicz (FC Hansa Rostock) und Maximilian Welzmüller (VfR Aalen)

1:1 beim Zweitliga-Absteiger VfR Aalen

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30. August 2015, 21:00 Uhr

Mit einem 1:1 bei Zweitliga-Absteiger VfR Aalen schloss der FC Hansa die erste englische Woche in der 3. Fußball-Liga 2015/16 ab. Michael Gardawski hatte die Rostocker vor 5631 Zuschauern in Führung geschossen. Ein höchst zweifelhafter Elfmeter führte zum Ausgleich. Mit nunmehr acht Zählern rangieren die Rostocker auf dem zehnten Tabellenplatz.

Gegenüber dem vorangegangenen 0:1 gegen die Stuttgarter Kickers nahm Trainer Karsten Baumann eine personelle und eine taktische Änderung vor. Neuzugang Maik Lukowicz lief von Beginn an auf, Marcel Gottschling blieb draußen. Zudem tauschten auf den Mittelfeld-Außenbahnen Michael Gardawski (diesmal rechts) und Tobias Jänicke (links) die Seiten.

Schade, dass Lukowicz nicht Limbo tanzte

Die Ostseestädter kamen bei hochsommerlichen Temperaturen von über 30 Grad Celsius ausgesprochen schwer in die Gänge. Aalen war in den ersten Minuten das bestimmende Team. Selbst ein Abseitstor durch Wegkamp wirkte für die Gäste nicht wie ein Weckruf (7.). Doch Hansa verfügt in dieser Saison über einige individuelle Klasse, so dass eine gute Aktion mitunter ausreicht. So wie gestern: Michael Gardawski schickt Lukowicz, der querlegt und wieder Gardawski findet – 0:1 (21.).

Anschließend schienen die Gäste das Geschehen im Griff zu haben, wenngleich ohne über Ansätze in der Offensive hinauszukommen. Dennoch mussten die Norddeutschen fünf Minuten vor der Pause wie aus dem Nichts den Ausgleich hinnehmen. Bei einem schnell ausgeführten Freistoß des VfR pennte die Abwehr. Maximilian Ahlschwede musste im Strafraum ins Laufduell mit Gegenspieler Dominick Drexler und stellte seinen Körper rein. Der Aalener ging zu Boden, und der Unparteiische entschied auf Elfmeter. Eine fragwürdige Entscheidung. Mika Ojala war es egal – er verwandelte zum 1:1 (41.).

Danach wieder der FCH am Drücker, doch weder ein Kopfball von Erdmann (43./knapp vorbei) noch ein Freistoß von Dorda (45.+1/gehalten) fanden den Weg ins Tor.

Zur Pause nahm Bauman einen Wechsel vor. Julius Perstaller blieb angeschlagen in der Kabine. Für ihn kam Marcel Gottschling, der für Jänicke (der in den Sturm rückte) auf die linke Seite ging.

Lukowicz setzte die nächsten Akzente. Eingesetzt von Jänicke lief der Deutsch-Pole auf den Aalener Kasten zu, scheiterte jedoch an Keeper Bernhardt (53.). Neun Minuten später verfehlte ein Kopfball des Angreifers nur knapp das Ziel. „Mit meinem Einstand bin ich ganz zufrieden. Wäre mir noch das Siegtor gelungen, hätte ich Limbo getanzt“, sagte Maik Lukowicz, der eine Viertelstunde vor Schluss ausgewechselt wurde.

In den letzten Minuten war noch zweimal Torhüter Marcel Schuhen gefragt, der sich aber weder von Klauß (85.) noch von Wegkamp (89.) überraschen ließ. Am Ende blieb es beim 1:1, das unter dem Strich wohl auch in Ordnung geht.

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