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3. Fußball-Liga : Hansa gegen Großaspach stark - nur die Tore fehlten

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Rostock trennt sich von Großaspach mit einem Unentschieden.

svz.de von
erstellt am 29.Jul.2017 | 16:09 Uhr

Auch im siebenten Duell der 3. Fußball-Liga zwischen dem FC Hansa und der SG Sonnenhof Großaspach gab es keinen Heimsieg. 0:0 trennten sie sich diesmal. Dabei überwog aus Sicht der Gastgeber eindeutig das Positive. Zwar wurde der eine Moment verpasst und der andere auch, aber Torchancen waren da, und auch im zweiten Saisonspiel stand hinten die Null. Trainer Pavel Dotchev: „Wir haben da mit Blaswich, Hüsing, Riedel und Bischoff eine Raute, die ist ein Riesengerüst. Das funktioniert sehr gut.“

Wie angekündigt ersetzte in der Start-Elf Fehr den verletzten Evseev. Bouziane rückte im Mittelfeld von ganz links nach ganz rechts, Wannenwetsch orientierte sich zur Mitte, Owusu „blieb stehen“, Fehr übernahm die linke Seite.

Die Weiß-Blauen gingen vom Anpfiff weg planvoll vor, legten eine klar konstruktive Spielweise an den Tag, waren viel in Bewegung und dominierend. Freilich erwies es sich als äußerst schwierig, die eng gestrickte Defensive der Gäste (vor Torhüter Broll eine Fünfer- und eine Viererkette) aufzuhebeln bzw. Lücken in ihr aufzutun – Sonnenhof trat im Rückwärtsgang ebenso diszipliniert und konzentriert auf wie die Hanseaten, machte kaum Fehler. Die Hausherren entwickelten aber Ideen (Bischoff, Hüsing), hatten Lösungsansätze über die Flügel vorzuweisen, kamen vor allem nach Ecken auch zu Abschlüssen (jeweils mit Schüssen von außerhalb des Strafraums Fehr knapp über das Tor/15., Holthaus gehalten/22.).

Es war ein beiderseits hochwertiges Geduldsspiel, in dem die Frage zu klären war, wann womöglich der eine Moment kommt und ob er denn auch genutzt werden kann.

Und wirklich, eingangs der 48. Minute war er da: Sahnepass von Owusu, Benyamina läuft ganz allein auf den Keeper zu – und kriegt die Kugel nicht an Broll vorbei. Das sichere 1:0… es fiel nicht. Aber manchmal gibt es ja den „einen“ Moment auch mehrmals. So wie am Sonnabend. Wieder Benyamina involviert. Broll wirft völlig unvermittelt den Ball genau vor die Füße der Rostocker Sturmspitze. Benyamina versucht es auf der Stelle mit einem Heber – zu hoch (65.).

Kurz darauf ein Tor-Schrei aus knapp 20 Kehlen. Den Jubel der paar Handvoll Sonnenhof-Fans hörte allerdings keiner, denn die übrigen 12 480 Zuschauer im Ostseestadion bejubelten die  Nichtanerkennung des Treffers von Sané; Röttger hatte sich vorher an Hüsing vergriffen  (68.).

Fast hätte es für Hansa doch noch geklappt, doch Väyrynen kam nach vorbildlicher Ballerkämpfung von Wannenwetsch und Eingabe von Föll nicht ganz an den Ball (90.+1).

Dass es schon morgen um 19 Uhr beim FC Rot-Weiß Erfurt weitergeht, empfindet Pavel Dotchev als ungünstig: „Für uns kommt die englische Woche ein bisschen früh. Wir sind noch nicht fit genug für den Fußball, den ich spielen lassen möchte. Wir müssen jetzt alles mobilisieren - Behandlungen, Ernährung, Schlaf -, damit die Mannschaft Dienstag Abend fit ist. Denn wir wollen in Erfurt weiter punkten.“

Urteil der Trainer

Pavel Dotchev (Rostock): Mir war absolut bewusst, dass das ein schmaler Grat ist, immer wieder druckvoll zu spielen, ohne hinten aufzumachen. Da hing immer eine gewisse Spannung in der Luft, dass eventuell auch mal ein Konter kommt. Dafür musste ich die Mannschaft sensibilisieren, dass sie nicht denkt, wir haben das Spiel im Griff und uns passiert nichts. Mit der Leistung bin ich zufrieden, mit dem Punkt muss man leben. Dass die Spieler damit nicht zufrieden sind, freut mich. Wir müssen viele Sachen noch verbessern, aber die Einstellung war top. Die Jungs haben alles an Potenzial abgerufen.

Sascha Hildmann (Großaspach): Hansa machte in der Anfangsphase Druck, wir waren aber auch nie ungefährlich. Auch die ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit war Rostock stark. Da hatten wir Glück, dass wir nicht in Rückstand gerieten. Nach 20 Minuten wurden wir wieder besser, hatten längere Ballbesitzzeiten und machten meiner Meinung nach auch ein klares Tor. Aber mit diesem 0:0 können wir getrost nach Hause fahren. Es ist ein verdienter Punkt.

 

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