Ostderby : Hansa ganz nah an Abstiegszone

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Hansa-Trainer Vollmann will nicht lamentieren, schaut im Abstiegskampf schon auf das Duell gegen Dresden.

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23. November 2014, 18:29 Uhr

Der erste Sieg in einem Ostderby der 3. Liga hat Energie Cottbus wieder in die Nähe der Tabellenspitze herangebracht - und den FC Hansa weiter Richtung Abstiegszone gestürzt. Nachdem das Team von Trainer Stefan Krämer gegen Dresden (1:3), Erfurt (0:0) und Halle (1:2) sieglos geblieben war, schafften die Lausitzer am 18. Spieltag ein 1:0 (1:0) gegen Rostock und rückten als Tabellen-Fünfter bis auf einen Zähler an die Aufstiegsplätze heran. „Wenn mir einer vor der Saison gesagt hätte, dass wir nach 18 Spieltagen 30 Punkte haben, hätte ich ihn belächelt. Aber so ist das schon in Ordnung“, kommentierte Krämer den fünften Heimsieg des Zweitliga-Absteigers.

Am kurzweiligen Duell der beiden ehemaligen Fußball-Bundesligisten hatte auch der Gast seinen Anteil, stand am Ende aber erneut mit leeren Händen da. „Es war von beiden Teams ein intensives Spiel mit gutem Drittliga-Niveau. Beide agierten auf Augenhöhe“, stellte Hansa-Trainer Peter Vollmann fest. Mit 17 Punkten trennt die Rostocker, die schon die fünfte Auswärtspleite in der Saison erlitten, aber nur noch ein Platz und ein Zähler vom dunklen Keller. Dass das Siegtor von Energie-Kapitän Uwe Möhrle (38.) aus abseitsverdächtiger Position fiel, wollte Vollmann nach der Partie nicht mehr bewerten: „Abseits hin oder her. Jeder hatte seine Chance zu Torerfolgen.“ Der Ex-Rostocker Möhrle kommentierte die letztlich spielentscheidende Situation so: „Ich bin Spieler und kein Linienrichter. Wo ich stand, konnte ich das ja schlecht einschätzen.“ Die Frage, ob der Freistoß von Torsten Mattuschka noch verlängert wurde und so eine Abseits-Situation entstand, blieb ungelöst. „Wir hätten mit einer ordentlichen Leistung einen Punkt verdient

gehabt. Ob der Treffer nun abseits war oder nicht, ist nun auch egal“, meinte Hansa-Spieler David Blacha. „Jetzt müssen wir eben gegen Dresden gewinnen“, blickte Trainer Vollmann schon auf das nächste Ost-Derby am Samstag im eigenen Stadion gegen Dynamo Dresden. Energie-Coach Krämer war mit dem Ergebnis hochzufrieden, sah aber auch noch kritische Punkte, da sein Team über einige Strecken nur wenig Dominanz ausstrahlen konnte. Wichtig aber ist für die Cottbuser der dritte Heimspiel in Folge und damit die Rückkehr zu alter Heimstärke - im Aufstiegskampf ein wichtiger Fakt. Neben Torschütze Möhrle überzeugte auch Manuel Zeitz, der mit einer Manschette um seine gebrochene Hand spielte. Am Donnerstag soll der Mittelfeld-Organisator allerdings operiert werden. Rund um das als Risikospiel eingestufte Derby - unter den 11 751 Besuchern waren 2000 Rostock-Anhänger - blieb es nach Polizeiangaben weitgehend ruhig. Einige auffällige Hansa-Fans wurden bereits am Bahnhof von der Polizei in Gewahrsam genommen.

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