FC Hansa Rostock: Randale beim Spiel in Ahlen : Hansa erwartet erneut Bestrafung

Fußball-Drittligist Hansa Rostock rechnet nach den erneuten Randalen von Teilen seiner Anhänger beim Spiel in Ahlen wieder mit einer Bestrafung durch den Deutschen Fußball-Bund.

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10. Februar 2011, 08:03 Uhr

Ahlen/Rostock | Fußball-Drittligist Hansa Rostock rechnet nach den erneuten Randalen von Teilen seiner Anhänger wieder mit einer Bestrafung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB). "Dieser Aktion wird sicherlich eine Geldstrafe folgen. Davon gehe ich aus", sagte Vorstandsvorsitzender Bernd Hofmann nach dem 2:0 (1:0)-Sieg des Tabellen-Zweiten bei Rot-Weiß Ahlen bei NDR 1 Radio MV. "Der Kontrollausschuss hat Ermittlungen aufgenommen. Beide Vereine wurden aufgefordert, zu den Vorfällen Stellung zu nehmen", sagte DFB-Sprecher Michael Morsch.

Vor 3520 Zuschauern im Ahlener Wersestadion schoss Torjäger Björn Ziegenbein den Tabellenzweiten in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit in Führung (45./+2), nachdem Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus die Partie zuvor wegen Feuerwerkskörpern im Gästeblock unterbrechen musste. In der zweiten Halbzeit erzielte Kevin Pannewitz den 2:0-Endstand (69.).

Rostocker Anhänger hatten kurz vor der Pause im Fan-Block unter anderem Feuerwerkskörper und Böller gezündet, was zur erwähnten Unterbrechung der Partie führte. Die Mannschaft bedankte sich daraufhin unmittelbar nach dem Abpfiff nicht wie üblich bei den Fans für deren Unterstützung. "Da muss einfach Position bezogen werden, dass es so etwas nicht geben kann. Da sind immer einige, die sich leider nicht belehren lassen", sagte Kapitän Sebastian Pelzer.

Hansa Rostock ist wegen Ausschreitungen von Chaoten im Umfeld des Vereins in dieser Saison bereits mehrfach zur Rechenschaft gezogen worden. So hatte es beim Ostderby bei Dynamo Dresden am 23. Oktober 2010 Randale gegeben. Vermummte zündeten vor und während des Spiels in Dresden Böller, Leuchtkugeln und andere Pyrotechnik. Die Mecklenburger waren daraufhin vom DFB dazu verurteilt worden, zwei Auswärtsspiele ohne eigene Fans zu bestreiten.

In Ahlen traten die Fans in einen Sitzstreik und forderten damit das Team auf, doch noch einmal aus den Katakomben zu kommen. Etwa 25 Minuten nach Abpfiff begaben sich Hofmann und Manager Stefan Beinlich in die Kurve, um die aufgehitzten Gemüter zu beruhigen. "Es war ein konstruktives Gespräch", so Beinlich. Zudem versicherten die Fans den Vorstandsmitgliedern, dass sie die Böllerwerfer identifiziert und aus dem Stadion geworfen hätten. Aufgrund der neuen Entwicklungen ging die Mannschaft gut 40 Minuten nach Schluss doch noch zu den Anhängern.


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