FC Hansa Rostock : Hansa-Coach Brand verschafft sich Luft

Der Klassenerhalt hat für Christian Brand die oberste Priorität: „Es wird immer schwieriger. Man braucht immer mehr Punkte, um die Klasse zu halten. Wenn wir die 43, 44 Punkte aber haben, bin ich der Erste, der zur Attacke bläst und vorneweg marschiert.“
Der Klassenerhalt hat für Christian Brand die oberste Priorität: „Es wird immer schwieriger. Man braucht immer mehr Punkte, um die Klasse zu halten. Wenn wir die 43, 44 Punkte aber haben, bin ich der Erste, der zur Attacke bläst und vorneweg marschiert.“

Der 44-Jährige warnt vor „super schwieriger Situation“ und der Erwartungshaltung

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09. Dezember 2016, 08:00 Uhr

Hansa-Coach Christian Brand hebt vor dem Rostocker Auswärtsspiel in der 3. Fußball-Liga morgen beim FC Rot-Weiß Erfurt den warnenden Zeigefinger. „Wir müssen brutal aufpassen. Die Situation ist super schwierig. Es geht in dieser Liga nach oben unglaublich viel, aber nach unten geht es auch genauso schnell. Ich verstehe, dass die Erwartungshaltung gestiegen ist. Wir haben ja auch versucht, oben anzugreifen. Man hat aber gesehen, da fehlt etwas. Und da ist der Anspruch, zu sagen, wir sind auf dem Weg in die 2. Liga, falsch. Das entspricht nicht der Realität, momentan einfach nicht unseren Möglichkeiten“, so der 44-Jährige.

Für Brand zählen in dieser Liga nur der Teamgeist und harte Arbeit. „Alle denken, Hansa Rostock muss in die
2. Liga. Da habe ich mich gefragt, warum denken das alle. In den letzten vier Jahren waren sie auch nicht in der 2. Liga. Wer hat eigentlich erfunden, dass Hansa Rostock in der 2. Liga spielen muss? Wahrscheinlich derselbe, der sagt, Rasenball Leipzig darf nicht in der 1. Liga spielen. Dieses traditionelle Denken, das Steckenbleiben in der Geschichte ist der größte Fehler, den man machen kann, wenn man in diesem Geschäft arbeitet. Man sieht einfach, dass Vereine gnadenlos weggeputzt werden, weil sie sich auf Tradition verlassen. Im heutigen Fußball geht es darum, dass man konzentriert arbeitet, das Geld zusammenhält, dass man vernünftig plant und eine Struktur hat“, erklärt Brand, der mit Hansa im vergangenen Jahr nach einer
tollen Rückrunde den Klassenerhalt schaffte.

Nach zuletzt vier Remis und der jüngsten Pleite gegen Kiel (1:4) geriet der Motor allerdings etwas ins Stocken – Platz zehn ist die Realität. „Die Leute sind unfassbar enttäuscht, wenn ich sage, wir sind Zehnter und wir sind zu Recht Zehnter“, so der Chefcoach.

Dies hat laut Brand aber seine Gründe. „Diese Mannschaft funktioniert, wenn sie als Mannschaft funktioniert. Wenn die Abwehr brutal nach hinten arbeitet und nach vorne spielt und die offensiven Spieler nach hinten arbeiten. Wenn es aber so ist wie gegen Kiel, dass zwei, drei Spieler die Parkuhr füllen und Standfußball spielen, wird es schwierig. Dann gewinnen wir nicht“, kritisiert der Trainer. Er zeigt aber auch auf, wie es geht, und erinnert an die Mitte der Hinrunde: „In dieser Liga zählt nur das Team. Die Spiele, die wir gewonnen haben in Köln, Paderborn oder auch Duisburg, da zeigten wir jeweils eine konzentrierte Mannschaftsleistung. Das haben wir super gemacht. Da müssen wir wieder hinkommen. Das Positive ist, dass die Mannschaft dies erkannt hat und der Impuls aus ihr kommt.“

Mieter gefundenDer FC Hansa wurde auf der Suche nach einem geeigneten Mieter für seine frühere Geschäftsstelle fündig: Das Gebäude Trotzenburger Weg wird ab 1. Februar 2017 langfristig an die Labormedicus GmbH vermietet.

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