Rostock vs. Meppen : Hansa trotzt den winterlichen Verhältnissen

<p>Die Entscheidung: Lukas Scherff (l.) spitzelt den Ball durch die Beine des Meppener Keepers zum 2:0.</p>
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Die Entscheidung: Lukas Scherff (l.) spitzelt den Ball durch die Beine des Meppener Keepers zum 2:0.

Hansa Rostock setzt sich bei Schneetreiben mit 2:0 in Meppen durch.

svz.de von
03. Februar 2018, 16:15 Uhr

Mit einer überragenden kämpferischen Leistung hat der FC Hansa den widrigen Verhältnissen in Meppen getrotzt und den gastgebenden Neuling am 23. Spieltag der 3. Fußball-Liga im Schneetreiben mit 2:0 besiegt. Es war erst die zweite Heimniederlage der Emsländer, die von den Hanseaten mit ihren eigenen Waffen geschlagen wurden.

Zunächst einmal überrascht Hansa-Coach Pavel Dotchev mit einer ungewöhnlichen Aufstellung. „Normalerweise mache ich das nicht so gerne, denn der Gegner soll sich ja eher nach uns richten“, so der 52-Jährige, der mit einem 4-3-3-System und der Hereinnahme von Tim Yäyrynen als Anspielpunkt im Angriff sowie dem robusten Joshua Nadeau als Linksverteidiger reagierte. Zudem wurde das Mittelfeld mit einem dritten zentralen Spieler – Stefan Wannenwetsch – verstärkt, um  besser an die „zweiten“ Bälle zu kommen. Dieses Rezept ging voll auf.

„Wir haben zum Glück eine intensive Videoanalyse gemacht. Wir haben uns super eingestellt, sind  gut reingekommen und haben verdient gewonnen“, so Rostocks Stürmer Soufian Benyamina: „Gold wert war natürlich, dass wir das frühe 1:0 gemacht haben.“

Bereits in der 10. Minute war Tim Väyrynen nach einer Flanke von Joshua Nadeau per Kopf zur Stelle. Die Gastgeber wirkten geschockt und fanden zunächst kein Mittel gegen bissige und zweikampfstarke Rostocker. Fabian Holthaus (15.) und Bryan Henning (16.) versuchten es aus der Distanz und Pascal Breier per Seitfallzieher (18.). Die Rostocker blieben am Drücker, verloren aber nach einem Kopf-Zusammenprall von Oliver Hüsing und Amaury Bischoff – beide mussten getackert werden – ein bisschen die Ordnung.

Meppen kam etwas stärker auf und hatte unmittelbar vor der Pause seine beste Phase. Doch Hansa konnte sich auf Keeper Janis Blaswich verlassen. Einen verunglückten Rettungskopfball von Mitspieler Julian Riedel (44.) parierte er ebenso wie einen Schuss von Marcel Gebers (45.+1). Zuvor hätte jedoch Väyrynen in Abstaubermanier das 2:0 erzielen können (41.).

Nach dem Wechsel bekam Meppen ein leichtes Übergewicht, kam jedoch kaum zu Chancen. Gerbers verpasste am langen Pfosten (77./drüber). Fünf Minuten vor dem Ende sorgte der eingewechselte Lukas Scherff für die Entscheidung, als er schlitzohrig zum 2:0 traf. „Ich spiele seit der C-Jugend beim FC Hansa. Man fiebert Jahre darauf hin, dass man es schafft und dass es jetzt so geklappt hat, ist natürlich umso schöner. Der Jubel in der Fankurve war unglaublich“, sagte Scherff.

Abwehrchef Oliver Hüsing war voll des Lobes für seine Teamkollegen: „Bei so  schwierigen Platzverhältnissen habe ich noch nie gespielt. Ein Riesenkompliment an die Mannschaft, wie wir das angenommen haben. Das spricht für die Weiterentwicklung   und den Prozess, in dem wir uns befinden. Da müssen wir weitermachen.“

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