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FC Hansa Rostock : Hansa atmet auf nach 1:0 gegen Halle

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Marcus Hoffmann führt Rostock mit seinem Treffer gegen den Halleschen FC zum ersten Heimsieg seit September.

svz.de von
erstellt am 19.Feb.2017 | 16:23 Uhr

Mit nur noch drei Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz der 3. Fußball-Liga ging der FC Hansa am Sonnatg vor 10.300 Zuschauern im Ostseestadion in das Spiel gegen den Halleschen FC. Jetzt sind es sechs – Aufatmen nach dem 1:0 (0:0), dem ersten Heimsieg seit dem 5:0 gegen Zwickau am 25. September 2016.

Die Rostocker gingen in den Ost-Klassiker, den es – mit einer Riesenlücke zwischen März 1991 und September 2012 – schon seit 1952 gibt, mit der gleichen Start-Elf wie beim 1:1 in Großaspach. Sie drehten sofort auf: Benyamina, stark von Quiring mit der Hacke eingesetzt, kam aus sehr guter Position zum Abschluss (8.), doch war hier Gäste-Keeper Bredlow ebenso auf dem Posten wie bei Benyaminas von Baumgärtel abgefälschter Eingabe (9.).

Nachdem der HFC ebenfalls Betriebstemperatur erreicht hatte, kam auch er zu Chancen: Pintol mit Kopfball aus Nahdistanz (20.) und Röser, als gleich drei Blaue einen quer gespielten Ball nicht klären konnten (39.), verfehlten den Kasten, einen Schuss von Fennell fälschte Hoffmann zur Ecke ab (43.).

Halbzeit eins war ein Duell auf Augenhöhe, in dem die Gastgeber in der ersten Hälfte überwogen und Halle in der zweiten. Die Hanseaten besaßen  ein leichtes Torgefahr-Plus, Halle hingegen lag bei den Ecken vorn (4:1).

Auch nach Wiederbeginn starteten die Hausherren mit ansprechenden Offensivaktionen, denen allerdings erneut die Krönung verwehrt blieb. Vor allem beim Knaller von Bischoff  lag das 1:0 in der Luft.  Bredlow  vereitelte es mit einer Glanzparade (52.).  In der 65. Minute hätte ein Treffer  fallen müssen, als Andrist nach Traumpass von Bischoff allein auf Bredlow zustürmte und die Kugel doch nicht an ihm vorbeibrachte.

Es war wieder einmal eine dieser völlig offenen Drittliga-Begegnungen, die derjenige gewinnt, der das erste Tor macht. Und genauso kam es. Der kurz vorher eingewechselte Wannenwetsch schlug einen Präzisions-Freistoß, Hoffmann reckte seine ganzen 187 Zentimeter hoch und nickte ein zum Sieg (80.).

Es war zwar kein Scheibenschießen wie auf Tag und Stunde (!) genau 34 Jahre vorher, als der HFC noch den Namenszusatz „Chemie“ trug, der FC Hansa in der 86. Minute durch Rainer Jarohs mit 4:2 in Führung ging und am Ende mit einem 4:4 zufrieden sein musste. Aber in diesem Fall geht die volle Punktzahl ganz eindeutig vor Spektakel.

Urteil der Trainer

Christian Brand (Rostock):  Es war ein hochverdienter Sieg. Unser Ziel war es, die Fans so schnell wie möglich hinter uns zu wissen. Wir wollten dem Publikum unbedingt etwas bieten, auch weil wir in der Bringschuld waren. Insgesamt hatten wir einen guten Beginn sowie viele Pressingsituationen und eine hundertprozentige Torchance durch Soufian Benyamina.  Die Mannschaft hat nie aufgehört, den Sieg zu wollen. Das Tor war die logische Konsequenz. Wir mussten die richtige Balance aus defensiver Absicherung und offensiven Vorstößen finden.

Rico Schmitt (Hallescher FC): Unterm Strich hatten wir das Gefühl, dass Rostock diesen Sieg unbedingt wollte, vielleicht auch etwas mehr als wir. Dass das Gegentor letztlich nach einem Freistoß fällt, kann passieren. Die ersten 15 Minuten gehen an Rostock. Fabian Bredlow hat uns im Spiel gehalten. Wir hatten Probleme beim Spiel gegen den Ball, hatten aber auch Möglichkeiten. Die Fans haben ein sehr intensives Spiel mit offenem Visier beider Teams gesehen.  Tabellarisch ist nicht viel passiert – es bleibt also weiterhin sehr spannend.

 

 

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