FC Hansa Rostock : Halbe Liga zittert vor dem Abstieg

Noch ein gutes Stück: Hansa-Trainer Christian Brand zeigt es an. Trotz zuletzt zweier Siege haben die Rostocker den Klassenerhalt noch längst nicht in der Tasche.
Noch ein gutes Stück: Hansa-Trainer Christian Brand zeigt es an. Trotz zuletzt zweier Siege haben die Rostocker den Klassenerhalt noch längst nicht in der Tasche.

Auch der Rostocker Fußball-Drittligist FC Hansa hat nach zwei Siegen in Folge noch keinesfalls das rettende Ufer erreicht.

svz.de von
04. März 2016, 08:00 Uhr

Die Lage im Abstiegskampf der 3. Fußball-Liga spitzt sich immer weiter zu. Zehn Spieltage vor dem Saisonende steckt mehr als die Hälfte der Mannschaften noch im Rennen um den Klassenerhalt. Den Zwölften Aalen trennen von den Stuttgarter Kickers, die den ersten Abstiegsrang 18 belegen, gerade einmal vier Punkte. Viele Teams tragen noch mehrere Partien gegeneinander aus, was zusätzlich Spannung verspricht.

Mittendrin ist der FC Hansa, der sich zuletzt durch zwei 1:0-Siege in Cottbus sowie gegen Kiel etwas Luft verschaffen konnte. „Wenn man zwei Spiele gewinnt, dann ist die Gesamt-Gemengelage sicher ein bisschen positiver, aber es ist keineswegs so, dass ich hier Freudentänze ums Stadion aufführe. Es ist immer noch eine brenzlige Situation. Ich glaube, dass die Mini-Serie auch nötig war, damit wir ein bisschen Luft zum Atmen bekommen“, sagt Hansa-Trainer Christian Brand.

Der 43-Jährige sieht es als Vorteil an, dass sich der FC Hansa praktisch fast über die gesamte Saison im Abstiegskampf befindet. „Ich hoffe, dass wir zum richtigen Zeitpunkt die Lehren daraus gezogen haben. Es wird bis zum letzten Spieltag sehr eng sein. Ich weiß nicht, ob in diesem Jahr 40 Punkte zum Klassenerhalt reichen werden“, so der Rostocker Chefcoach.

Vor allem mit dem SV Wehen Wiesbaden (15./31 Punkte), dem Chemnitzer FC (17./30) oder auch den Stuttgarter Kickers (18./29) liegen derzeit Teams am Tabellenende, die sich dort zu Saisonbeginn nicht sahen beziehungsweise schrittweise über die Saison hinweg immer weiter durchgereicht wurden. „Ich glaube, dass sogar noch mehr Mannschaften in den Abstiegskampf hineingeraten, das haben ja jetzt auch schon einige Teams erlebt, die damit gar nicht rechneten und andere Ansprüche hatten. Es kommen sicher auch noch ein, zwei Teams dazu, die das derzeit überhaupt nicht auf dem Zettel haben“, so Christian Brand.

Der morgige Hansa-Kontrahent 1. FC Magdeburg (5./42) gehört freilich nicht dazu. „Dazu haben sie schon zu viele Punkte. Letztlich ist es aber auch egal, was die anderen machen. Durch die beiden Siege gibt es bei uns keinen Grund zur Euphorie. Wir sind aber wieder einen Schritt weitergekommen. Für die Jungs war es ganz wichtig, dass sie merken, wie es geht. Das tut vor allem dem Selbstvertrauen gut. Jetzt liegt die Konzentration einzig auf Magdeburg. Das wird eine schwere Aufgabe, auf die wir uns gut vorbereiten“, so Christian Brand.

Fanmarsch

2000 Fans begleiten Hansa nach Magdeburg und wollen einen Fanmarsch durchführen, um gegen die VergabePraxis der Auswärtstickets zu protestieren.

Dickes Auge

Michael Gardawski (geschwollenes Auge) konnte auch gestern nicht trainieren. Heute steht eine Einheit um 14.30 Uhr an.
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