FC Hansa Rostock : Hängepartie um Kofler

Hansa-Profi Marco Kofler gemeinsam mit Freundin Teresa
Hansa-Profi Marco Kofler gemeinsam mit Freundin Teresa

Weiterverpflichtung des Österreichers durch den FC Hansa ist immer noch in der Schwebe

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16. Juni 2015, 08:00 Uhr

Der Fußball-Drittligist FC Hansa will Marco Kofler weiter verpflichten. Der Österreicher möchte gerne in Rostock bleiben. Eine Einigung über einen Zwei-Jahres-Vertrag liegt vor. Die Vorzeichen auf ein Happy-End stimmen, allerdings besitzt der Defensivmann noch einen Vertrag bis Sommer 2016 bei Wacker Innsbruck, einem Zweitligisten in seinem Heimatland.

Kompliziert wird ein möglicher Transfer erst dadurch, dass die Rechte am Spieler Kofler nicht beim Verein liegen, sondern bei Kaspar Plattner, dem Ex-Präsidenten von Wacker. Dieser besicherte dafür damals eine sechsstellige Summe. Schwer vorstellbar, dass Hansa soviel Geld für Kofler ausgeben wird beziehungsweise kann. Ablösezahlungen sind im Etat nicht vorgesehen, müssten extern abgesichert werden.

Offenbar haben die Norddeutschen bereits ein erstes Angebot abgegeben, das allerdings abgelehnt wurde. „Die mir angebotene Summe von 5000 Euro für die Transferrechte entspricht nicht dem Wert Koflers“, wird Plattner in der Tiroler Tageszeitung
zitiert.

Dem Eigentümer einer Firma für Raucherbedarf und Werbeartikel stößt sauer auf, dass er in das Winter-Leihgeschäft zwischen Wacker Innsbruck und dem FC Hansa nicht einbezogen wurde. Eine Einsicht in die Unterlagen wurde bislang verweigert. Daher hat sich der Unternehmer auch einen Anwalt genommen. „Schon beim Leihgeschäft waren wir nicht eingebunden. Ich musste den Anwalt einschalten“, so Plattner.

Dem Ex-Präsidenten von Wacker dürfte auch nicht verborgen geblieben sein, wie Kofler an der Ostsee eingeschlagen hat. Der defensive Mittelfeldmann ist im Trikot des FC Hansa bislang noch ungeschlagen, feierte fünf Siege und drei Unentschieden, ehe ihn Mitte April ein Mittelfußbruch stoppte. Ungeachtet der Verletzung wollen die Rostocker den Kicker, der auch außerhalb des Platzes wichtig fürs Teamgefüge in der Rückrunde war, gerne weiter verpflichten.

Trotz des Pokers hofft Hansa, dass Plattner dem Club entgegenkommt, da er nur bei einem Transfer etwas verdienen würde. Kommt es zu keinem Wechsel, ginge er leer aus. Zudem gebe es die atmosphärischen Störungen ja auch nur zwischen Wacker Innsbruck und dem Unternehmer. Die Vorzeichen auf einen Wechsel scheinen also weiterhin zu stimmen. Denn dass er den kolportierten Wert Koflers, der ungefähr 250 000 Euro betragen soll, nicht erhalten wird, ist Plattner auch klar. Der Geschäftsmann sagt: „Das bekommt man nicht. Aber mehr als 5000 Euro sicher.“ Der Poker um die Zukunft von Marco Kofler geht jedenfalls in die nächste Runde.

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