Hansa Rostock : Gottschlings neue Welt

Marcel Gottschling (r.), der hier Stefan Haase vom Rostocker FC stehen lässt, spielte bei seinem Debüt für den FC Hansa seine Schnelligkeit aus. Der offensive Mittelfeldspieler muss sich seinen Stammplatz jedoch erst noch erkämpfen.
Marcel Gottschling (r.), der hier Stefan Haase vom Rostocker FC stehen lässt, spielte bei seinem Debüt für den FC Hansa seine Schnelligkeit aus. Der offensive Mittelfeldspieler muss sich seinen Stammplatz jedoch erst noch erkämpfen.

Hansas Neuzugang vom VfB Oldenburg steht privat wie sportlich vor großen Herausforderungen

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25. Juni 2015, 08:00 Uhr

Als Marcel Gottschling am Sonnabend im Vorbereitungsspiel gegen den Rostocker FC das erste Mal mit der Kogge auf der Brust aufläuft, staunt der Neuzugang des FC Hansa nicht schlecht. „Ich kenne das aus Oldenburg gar nicht, dass bei einem Testspiel und beim Trainingsauftakt so viele Zuschauer dabei sind. Das ist etwas ganz anderes.“

Youngster erstmals weg von der Heimat

Für den 21-Jährigen, der vom Nord-Regionalligisten VfB Oldenburg verpflichtet wurde, stellt der Wechsel nach Rostock sportlich wie privat eine große Herausforderung dar. Der gebürtige Oldenburger, der seit der C-Jugend beim heimischen VfB kickte und in den vergangenen zwei Jahren den Sprung in den Männerbereich schaffte, wagt nun erstmals den Schritt raus aus seinem gewohnten Umfeld in eine für ihn unbekannte Region. „Ich habe 21 Jahre in Oldenburg verbracht. Da ist es für mich natürlich ungewohnt, jetzt so weit weg von der Familie zu sein. Aber ich habe mich schnell eingelebt und die Stadt angeschaut. Man hat ja das Meer vor der Haustür. Derzeit wohne ich noch im Hotel, bin aber auf Wohnungssuche“, hat der Youngster einen positiven Eindruck von seiner neuen Heimat gewonnen.

Zwei Einheiten am Tag sind für ihn Neuland

Auch sportlich will Gottschling, der einen Drei-Jahres-Vertrag erhielt, beim FC Hansa nach und nach Fuß fassen. „Natürlich will man als Fußballer immer spielen. Dafür gibt man im Training alles. Die Intensität mit bis zu zwei Einheiten pro Tag ist hier höher. Ob es nachher für die erste Elf reicht, entscheidet der Trainer“, übt sich der Neuling in Bescheidenheit.

Beim ersten Testspiel gegen den RFC, als der offensive Mittelfeldspieler in der zweiten Halbzeit zum Einsatz kam, hinterließ er schon mal einen ordentlichen Eindruck und kurbelte mit viel Tempo das Offensivspiel an. „Das sind ja auch meine Stärken. Ich profitiere von meiner Schnelligkeit und Beweglichkeit und merke, dass man mit den Jungs richtig gut zusammenspielen kann. Das läuft über ein, zwei Ballkontakte schon überragend und macht Spaß“, schwärmt Gottschling.

Ob ihm letztendlich der Sprung zur Stammkraft gelingt, wird sich zeigen, schließlich ist bei den Rostockern der Konkurrenzkampf im zentralen Mittelfeld, wo Aleksandar Stevanovic vorerst gesetzt sein dürfte, groß. Gottschling: „Es ist mein erstes Jahr in der 3. Liga. Ich will mich entwickeln.“

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