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Fc Hansa Rostock : Gespielt wie ein Absteiger

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker Hanseaten gehen beim Debüt ihres neuen Trainers mit 1:4 (0:2) bei Rot-Weiß Erfurt unter.

svz.de von
erstellt am 14.Dez.2014 | 20:30 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat unter seinem neuen Trainer Karsten Baumann den erhofften Befreiungsschlag verpasst und stattdessen im Ostduell bei Rot-Weiß Erfurt eine 1:4-Klatsche kassiert. Gemessen am Spielverlauf und dem Chancenverhältnis waren die Norddeutschen sogar noch gut bedient. Damit steht auch fest, dass die Ostseestädter in jedem Fall auf einem Abstiegsplatz überwintern, egal wie die letzte Partie 2014 am Sonnabend gegen Kiel endet.

Taktisch gesehen setzte der neue Rostocker Chefcoach auf ein 4-4-2-System. Anstelle von David Blacha (Hüftprellung) agierte Aleksandar Stevanovic als zweite Spitze neben Marcel Ziemer. Kapitän Christian Stuff ersetzte den gesperrten Steven Ruprecht.

Es waren noch keine zehn Minuten im Steigerwaldstadion gespielt, da lagen die Gäste bereits mit 0:2 hinten. Beim ersten Gegentreffer ließ Manfred Starke seinen Gegenspieler Andreas Wiegel quasi ohne Gegenwehr passieren, dessen flache Eingabe RWE-Kapitän Carsten Kammlott, der sich von Stuff löste, ohne Mühe über die Linie drückte (4.). Ein Eckball, der über Kai Schwertfeger hinweg und durch den Rostocker Fünfmeterraum segelte, führte zum 0:2. Erneut war Kammlott zur Stelle (10.).

Hansa präsentierte sich wie ein Absteiger, kam nicht in die Zweikämpfe und war offensiv harmlos. Erfurt hingegen hätte vor der Pause sogar noch weitere Treffer erzielen müssen. Doch zum Glück aus Rostocker Sicht vergaben Wiegel (9., 35.), Haris Bukva (38.) und Kammlott (43.) ihre Chancen.

Nach Wiederanpfiff waren keine 60 Sekunden gespielt und der FCH geriet in Unterzahl. Kai Schwertfeger, in der 44. Minute verwarnt, musste wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz. (46.). Damit war die Partie gelaufen. Während die Hansa-Fans ihre Banner vom Zaun nahmen und einige der rund 1500 Unentwegten bereits zur Heimreise rüsteten, blieb Erfurt die eindeutig gefährlichere Mannschaft. Sebastian Tyrala gelang das 3:0 (57.), ehe Marcel Ziemer mit seinem zehnten Saisontor den Ehrentreffer erzielte (60.). Mehr war es nämlich nicht. Denn acht Minuten später machte Wiegel mit dem 4:1 alles klar.

Nach dem Abpfiff mussten sich die Hanseaten harte Worte von den Fans anhören. „Ich finde es gut, dass die Mannschaft dahin geht. Die Fans haben uns zwar angemacht, sich aber vernünftig verhalten. Das Zusammenspiel mit den Fans ist nicht gestört. Sie haben Angst um den Verein“, so Baumann.

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