FC HANSA ROSTOCK : Gau ist eingetreten

Duell zweier Torschützen: Julius Biada (links) traf beim 5:1-Sieg von Fortuna Köln gegen Rostock zur 1:0-Führung. Hansa-Kapitän Tobias Jänicke markierte das zwischenzeitliche 1:3 mit einem direkt verwandelten Freistoß.
Duell zweier Torschützen: Julius Biada (links) traf beim 5:1-Sieg von Fortuna Köln gegen Rostock zur 1:0-Führung. Hansa-Kapitän Tobias Jänicke markierte das zwischenzeitliche 1:3 mit einem direkt verwandelten Freistoß.

Hansa verpatzt Start ins Jahr 2016 komplett. Kapitän Jänicke entschuldigt sich. Suche nach Neuzugängen

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25. Januar 2016, 08:00 Uhr

Kein Schönreden – vielmehr fand Hansa-Coach Christian Brand nach dem desaströsen Auftritt seines Team zum Jahresauftakt 2016 deutliche Worte. Mit 1:5 waren die Rostocker am Freitagabend zu Beginn des 22. Spieltages der 3. Fußball-Liga bei Fortuna Köln quasi untergegangen. „Wir haben von der Nummer eins bis zur Nummer 22 keinen guten Job gemacht. Davon nehme ich mich nicht aus. Wir sind Sechzehnter und spielen gegen den Abstieg. Das hat man auf dem Platz aber nicht gesehen. Wir haben heute alle Grundtugenden vermissen lassen“, so der Coach der Rostocker, die durch die Ergebnisse der gestrigen Spiele auf Abstiegsplatz 18 abrutschten.

Kapitän Tobias Jänicke entschuldigte sich bei den Fans für die schwache Leistung. „Es war von der ersten bis zur letzten Minute viel zu wenig. Fortuna hat das getan, was wir eigentlich machen wollten. Ein 1:5 auswärts in der 3. Liga steckt man nicht so einfach weg. Doch ich glaube, dass wir diesen Tag einfach aus unseren Gedächtnissen streichen müssen“, sagte der 26-Jährige.

Nach dreiwöchiger Vorbereitung mit 14 Tagen Trainingslager im türkischen Lara sahen sich die Norddeutschen eigentlich perfekt auf die Frühjahrsrunde vorbereitet. „Wie es jetzt gekommen ist, ist der Super-Gau. Gerade so stellt man es sich nicht vor. Das habe ich bislang auch noch nicht erlebt. Wir konnten nicht das umsetzen, was wir uns in den vergangenen Wochen erarbeitet haben“, erklärte der FCH-Kapitän.

Ganz so einfach wird Christian Brand seinem Team das Vergessen allerdings nicht machen: „Wir haben jetzt acht Tage, um uns zu schütteln. Wir werden das Spiel genau analysieren und aufarbeiten. Es gilt, die Jungs wiederaufzubauen. Der Auftritt war richtig, richtig schlecht und in weiten Teilen des Spiels völlig indiskutabel. Das müssen wir schon deutlich ansprechen, und das werden wir auch tun.“

Zudem werden sich die Ostseestädter wohl noch intensiver auf dem Transfermarkt umschauen. „Es ist ja nicht so, dass wir in den vergangenen Wochen untätig waren. Wir sind dabei, Spieler zu sichten und zu scouten. Wir hatten einige Leute im Probetraining, aber es ist für Hansa Rostock in dieser Situation nicht leicht, bezahlbare Spieler zu finden. Es muss über das Team gehen, und das Team hat auch die Qualität. Ich verteufele auch nicht alles, was wir bis jetzt gemacht haben. Wir halten die Augen natürlich offen, sind in Gesprächen mit Spielern. Wir wollen etwas machen, aber es bringt jetzt nichts, irgendwelche aktionistischen Dinge herauszuhauen, nur damit die Leute zufrieden sind. Wir sind noch weit davon entfernt, einen Transfer bekanntzugeben“, so der Coach.

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