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Hansa Rostock : Für Mühen nicht belohnt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Fußball-Drittligist Hansa Rostock unterliegt dem Chemnitzer FC mit 0:2 (0:2)

von
erstellt am 14.Sep.2014 | 20:54 Uhr

In der abschließenden Partie des 9. Spieltages der 3. Fußball-Liga unterlag der FC Hansa Rostock gestern beim Chemnitzer FC mit 0:2 (0:2). Vor 7240 Zuschauern mangelte es den Gästen nicht am Willen, Kampfgeist und Einsatzbereitschaft, aber die Belohnung für ihre Mühen blieb ihnen versagt.

Im Vergleich zum 0:1 gegen den Halleschen FC bot Trainer Peter Vollmann Christiansen und Srbeny in der Start-Elf auf. Savran und Schünemann mussten dafür auf die Bank. Mit Christiansen und Krauße als Doppel-Sechs im defensiven Mittelfeld wurde das Zentrum verdichtet, während sich vorn Blacha als zweite Spitze neben Ziemer einordnete.

Das mit dem Motto „Safety first“ vor dem und im eigenen Strafraum ging frühzeitig daneben, als sich Gröger von Ofosu zu einfach auf der Torlinie vernaschen ließ. Der Rückpass des Mannes mit den ghanaischen Wurzeln kam perfekt. Fink hatte keinerlei Mühe mehr, die Kugel im Netz unterzubringen – 1:0 für die Himmelblauen (7.).

Es dauerte eine knappe Viertelstunde, bis die Mecklenburger den Rückschlag verdaut und zu sich gefunden hatten. Jetzt machten sie Dampf, rissen das Spiel an sich, wurden gefährlich. Einmal lag der Ball auch im Tor, dort untergebracht von Ruprecht, doch der Schiedsrichter-Assistent zeigte Abseits an – wohl fälschlich (29.). An eine feine Flanke von Pelzer langte Blacha nicht ganz mit dem Kopf heran, da fehlten ihm einfach ein paar Zentimeter an Körperhöhe (33.).

Just in diese Phase hinein, in der Hansa dem Ausgleich immer näher zu kommen schien, kassierten die Männer in den eigelben Trikots den zweiten Gegentreffer. Beim Lattenkopfball von Danneberg (39.) hatten sie noch Glück, aber kurz darauf traf der gleiche Spieler mit einem Sonntagsschuss – vom Innenpfosten fand die Kugel den Weg über die Linie zum 0:2 (42.). Dem Angriff vorausgegangen war ein derber Fehlpass von Pelzer im Mittelfeld.

Die nie aufsteckenden Rostocker starteten keineswegs ungefällig in die zweite Halbzeit, doch fehlte ihnen die Durchschlagskraft. Siehe die 51. Minute, als Blacha den schussbereiten Ziemer bedienen wollte, der Versuch jedoch von einem Chemnitzer zur Ecke geblockt wurde. Hansa besaß jetzt wie schon vor dem 0:2 mehr Spielanteile, aber: So richtig Gefahr heraufbeschwören konnten sie nicht. Ziemer (76./Kopfball daneben), der eingewechselte Kucukovic (79./Schuss gehalten) und Blacha (81./nicht scharf und genau genug) kamen in die Nähe eines 1:2, doch am Ende gab’s nichts Neues: Chemnitz blieb auch im sechsten Heimspiel 2014/15 unbezwungen und hat noch kein einziges Gegentor kassiert.

Peter Vollmann (Rostock)

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Wir haben zwei schreckliche Gegentore bekommen, eigentlich den Ausgleich gemacht. Ich konnte kein Abseits feststellen. Der Gegner spielte sehr effizient und effektiv. Wir wollten Fußball spielen, das haben wir gemacht. Wir wollten kämpfen, das haben wir auch gemacht und zudem Moral gezeigt bis zur letzten Minute. Einsatz, Kampf, Moral – alles war in Ordnung, nur das Ergebnis nicht. Wir waren nicht die  schlechtere Mannschaft, sondern trugen dazu bei, dass es ein gutes Spiel war.
 

Karsten Heine (Chemnitz)

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Wir haben ein interessantes und gutes Drittliga-Spiel gesehen, in dem wir zu sehr günstigen Zeitpunkten die Tore erzielten. Nach einer Viertelstunde verloren wir den Faden, Rostock kam immer besser ins Spiel. Wir trugen ein bisschen zur Unruhe bei, was sich aber zehn Minuten vor der Pause gegeben hat, und wir kamen noch vor der Pause zum 2:0.
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