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Verein reagiert auf den Gruppenfoto-Fauxpas : "Für andere Zwecke ausgenutzt"

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erstellt am 17.Jan.2011 | 10:07 Uhr

Antequera | Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat gestern auf den Fauxpas beim Gruppenfoto mit den Anhängern (wir berichteten) reagiert und das - für den Abend vereinbarte - gemeinsame Essen von Vorstand, Mannschaft und Fans abgesagt.

"Im Endeffekt wurden wir für andere Zwecke ausgenutzt. So etwas macht man nicht. Das ging eindeutig zu Lasten der Mannschaft. Da können wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen", erklärte Rostocks Vorstands-Chef Bernd Hofmann.

Am Montagmorgen hatte sich die Hansa-Delegation mit rund 100 angereisten Sympathisanten für ein Erinnerungsfoto formiert, bei dem sich einige Ultra-Gruppierungen mit ihren Bannern in den Vordergrund drängten und ein Chaot sogar eine blau-weiß-rote Sturmmaske aufsetzte.

Gestern hätten sich laut Hofmann zwar einige Fans dafür entschuldigt, "was letztlich an dem Sachverhalt aber nichts ändert. Es ist jetzt zwar so, dass es alle Anhänger trifft, auch die friedlichen, doch das ist nun einmal nicht zu ändern".

Vielmehr hofft der Vorstandsvorsitzende, dass in der Fanszene ein "Selbstreinigungsprozess einsetzt. Es ist ja auch klar, dass alles, was sich in den vergangenen sechs, sieben Jahren entwickelt und ereignet hat, sich jetzt nicht in einem halben Jahr wieder zurück-drehen lässt."

Trotz der ganzen Vorfälle sieht Hofmann den Verein gemeinsam mit den Fans auf einem guten Weg und will den Dialog sowie die Diskussionen mit den Anhängern weiter führen. "Nur mit totaler Ausgrenzung werden wir unser strategisches Ziel nicht erreichen. Daher werden wir die regelmäßigen Gespräche fortführen und uns von diesem Rückschlag nicht beirren lassen", ergänzte Bernd Hoffmann.

Auch sein Vorstandskollege und Marketing-Chef Dr. Peter Zeggel zeigte sich über die Aktion maßlos enttäuscht: "Insgesamt war es hier eine runde Sache. Doch irgendetwas passiert immer. Ich habe mich mächtig darüber geärgert. So etwas muss nicht sein."

Dass es nun kein Treffen mehr mit den Fans gibt, obwohl auch unschuldige Anhänger darunter leiden, findet er dennoch in Ordnung: "Es ist ja nichts anderes als bei den Strafen vom Deutschen Fußball-Bund. Da können wir auch nichts machen." Im Sponsorenkreis habe man ebenfalls über den Vorfall diskutiert, doch überwogen insgesamt die positiven Dinge der Tour nach Antequera. "Bis auf ein paar organisatorische Mängel mit dem Reiseveranstalter verlief alles gut. Viele Sponsoren haben gesagt, dass wir so etwas wiederholen sollten", so Dr. Zeggel.

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