Hansa gegen Bremen : Führung nicht ins Ziel gebracht

Mit diesem Kopfball brachte Soufian Benyamina Hansa mit 1:0 in Führung.

Mit diesem Kopfball brachte Soufian Benyamina Hansa mit 1:0 in Führung.

Fußball-Drittligist Hansa Rostock kommt beim Tabellenvorletzten Werder Bremen II nicht über ein 1:1 hinaus und bleibt Fünfter

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02. März 2018, 21:04 Uhr

Gegen die Reserve des SV Werder Bremen kommt der FC Hansa Rostock am 27. Spieltag der 3. Fußball-Liga nicht über ein 1:1 (0:1) vor 5600 Zuschauern im Weserstadion hinaus. Besonders ärgerlich: Der FCH verspielt eine Führung. Das passierte den Rostockern zuletzt im September zu Hause gegen den FSV Zwickau (1:1). Damit bleibt Hansa auf Rang fünf der Tabelle.

Im Weserstadion vertraute Hansa-Coach Pavel Dotchev der gleichen Elf, die vor gut einer Woche den Tabellenführer 1. FC Magdeburg besiegte. Im Gegensatz zu dem Heimspiel agierten Vladimir Rankovic, Oliver Hüsing und Joshau Nadeau bei eigenem Ballbesitz aber eher in einer Dreierkette in der Abwehr.

Bei knackigen Minusgraden bemühten sich die Rostocker in der Anfangsphase  um defensive Stabilität. Doch schnell mussten sie das Kommando übernehmen, denn die Bremer Jungs zogen sich immer mehr zurück - und lauerten auf Kontermöglichkeiten und die zweiten Bälle. Nach 20 Minuten gelang den Gästen von der Ostseeküste die erste gefährliche Kombination in den gegnerischen Strafraum über Bryan Henning, Pascal Breier und Fabian Holthaus. Dies blieb noch ohne Ertrag, aber schon kurze Zeit später war es erneut Stürmer Breier, der sich den Ball schnappte, gegen mehrere Bremer verteidigte und so den Weg für eine gut platzierte Flanke von Vladimir Rankovic auf den fast komplett freien Soufian Benyamina in den Strafraum -  1:0 (29.), der sich damit selbst ein Geschenk zu seinem 28. Geburtstag gemacht hat. Danach beschränkten sich die Rostocker zwar aufs Verteidigen, aber ohne zu sehr in den Verwaltungsmodus zu schalten. Von den Hausherren kam nichts Offensives. Erst in der letzten Minute der ersten Halbzeit kommt Kruska aus kürzester Distanz nach einer guten Kombination über Manneh zum Abschluss - der aber kläglich vorbei gesetzt wird.

In der zweiten Halbzeit lassen die Rostocker keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie diese drei Puntke mit an die Ostsee nehmen wollen. Von Anfang an bestimmen sie das Geschehen auf dem Feld und prüfen mit Distanzschüssen den Bremer Schlussmann Eric Oelschläger. Mit deutlich mehr Ballbesitz versuchen sich die Rostocker, in den gegnerischen Strafraum zu kombinieren, aber im letzten Drittel fehlt ihnen zunehmend die nötige Konsequenz, um die Führung auszubauen. Wie aus dem Nichts erzielt Leon Jensen den Ausgleich (73.), nachdem ihn Verteidiger Joshua Nadeau zu leicht durchlässt. Im Anschluss wirken die Hanseaten geschockt und können sich nicht wirklich befreien oder gar Ideen entwickeln. Die Bremer agieren nun offensiver und kommen immer wieder vor das Rostocker Tor. Doch auch aus der Verzweiflung heraus können die Ostseestädter keinen weiteren Treffer mehr erzielen.

Fans randalieren am Bahnhof

Rund 200 Fußballfans vornehmlich aus Rostock haben auf dem Weg zum Spiel nach Bremen bei einem Zwischenhalt am Hamburger Hauptbahnhof randaliert. Vor der Abfahrt eines geplanten Zugs in Richtung Bremen sei es zur „starker Randale“ und „großem Sachschaden“ gekommen, teilte die Eisenbahngesellschaft Metronom am Freitag mit. „Andere Fahrgäste und unsere Mitarbeiter wurden mit massiver Gewalt bedroht. Die Situation war chaotisch und drohte, vollends außer Kontrolle zu geraten“, hieß es weiter.

Die Hamburger Polizei bestätigte den Vorfall. Die beiden Metronom-Züge, die am Abend eigentlich nach Bremen fahren sollten, blieben im Hamburger Hauptbahnhof.

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