FC Hansa Rostock : Fluch von Haching besiegt

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Rostocker Fußball-Drittligist festigt mit 3:1-Erfolg bei den Rand-Münchnern den vierten Rang

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09. Februar 2014, 20:00 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat seinen Unterhaching-Fluch abgelegt. Nach zuletzt vier Pleiten ohne eigenen Treffer gegen den Rand-Münchener bezwangen die Ostseestädter am Sonnabend die SpVgg auf deren Geläuf mit 3:1. Für den FCH war es im 100. Drittliga-Punktspiel der 46. Sieg sowie der 20. auf fremdem Platz.

Dabei mussten die Gäste, die von über 1000 lautstarken Anhängern untertsützt wurden, bereits vor dem Anpfiff eine Hiobsbotschaft verkraften. Stürmer Halil Savran zog sich bei einer unglücklichen Bewegung im Abschlusstraining einen Hexenschuss zu. Ihn ersetzte Mustafa Kucukovic. Zudem liefen Kapitän Sebastian Pelzer und Tommy Grupe erwartungsgemäß für die rot-gesperrten Milorad Pekovic und Sascha Schünemann auf.

Doch damit war es noch nicht genug. Nach 31 Sekunden entschied der Unparteiische Marcel Unger (Halle) nach einem Foul vom Rostocker Denis-Danso Weidlich an Gegenspieler Thomas Steinherr auf Elfmeter. Es war der elfte gegen den FC Hansa, der noch keinen zugesprochen bekam. „Der Junge lässt sich gut fallen. Ob er getroffen worden ist, weiß keiner. Ich bin mir sicher, dass ich ihn nicht berührt habe. Aber der Schiedsrichter hat darauf gewartet, der Spieler hat es mitgenommen. Für mich war umso wichtiger, dass wir danach gezeigt haben, dass wir da sind. Blöd ist nur, dass wir erst nach solch einer Aktion aufstehen“, sagte Übeltäter Weidlich.

Janik Haberer jedenfalls ließ sich die Chance nicht nehmen, traf zum 1:0 für die Gastgeber (2.). Wenngleich die SpVgg versuchte, weiter Druck zumachen, bekamen die Hanseaten das Duell besser in den Griff und spielten ihre Stärke bei Standardsituationen aus. Erst köpfte Tommy Grupe einen Freistoß von Shervin Radjabali-Fardi ein (13.). Wenig später war Grupe erneut zur Stelle und agierte nach einem weiten Einwurfe von Noël Alexandre Mendy am energischsten und überlupfte den gegnerischen Keeper (22.). Hansa hatte die Partie gedreht, wenngleich die Rostocker in ihren Aktionen teilweise zu hektisch wirkten. Allerdings konnten die Hausherren daraus kein Kapital schlagen, brachten im weiteren Verlauf der Partien keinen gefährlichen Abschluss zustande.

Aber auch Hansa versäumte es, seine Kontermöglichkeiten auszuspielen, musste trotz halbstüdniger Überzahl – Gelb-Rot für Haberer nach Foul an Weidlich (60.) – bis zum Ende um den Dreier zittern. Letztlich war es der eingewechselte Grieche Nikolaos Ioannidis, der nach Vorarbeit von Ken Leemans mit dem 3:1 den Sieg sicherstellte(90.+3). „Wichtig war, dass wir solch ein Schweinespiel gewonnen. Wir wollten hier herkommen und – egal wie – gewinnen. Das haben wir geschafft“, so das Fazit von Weidlich.

Trainerstimmen

Manuel Baum (Unterhaching): Grundsätzlich war es eine brutal bittere Niederlage für uns. Wir sind mit dem Elfmeter richtig gut reingekommen. Dann schauen wir bei einem langen Ball schlecht aus, und aus dem anschließenden Freistoß fällt der Ausgleich.  Die nächste Aktion war der Einwurf. Zwei, drei Mann springen am Ball vorbei, und der Rostocker hebt ihn über unseren Torwart. Ich denke, dass wir unter dem Strich einen  Punkt verdient gehabt hätten.

Andreas Bergmann (FC Hansa): Es war von unserer Seite ein sehr zerfahrenes und unruhiges Spiel. Natürlich ist es schon kurios, dass wir nach einer Minute schon wieder einen Elfmeter gegen uns bekommen.  Wir wissen aber, dass wir bei Standards über eine gewisse Klasse verfügen, und wenn man nicht so ins Spiel kommt, muss man sich über diesen Weg reinarbeiten. Es war insgesamt nicht unser Tag, auch in Überzahl wurde es nicht besser. Doch auch solche Siege muss man mal einfahren, wenngleich ich glaube, dass wir es besser können.

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