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René Schneider muss gehen : FC Hansa setzt Sportdirektor ab

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Hansa Rostock geht mit Vorstandschef Marien in die nächsten Jahre. Auch Finanzvorstand Hüneburg wird bleiben. Für Sportchef Schneider wird hingegen Ersatz gesucht.

svz.de von
erstellt am 12.Okt.2017 | 16:49 Uhr

Das Aus für Sportvorstand René Schneider beim Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock: Der bis zum 31. Dezember dieses Jahres laufende Vertrag des 44-Jährigen wird nicht verlängert. „Es ist natürlich schade, aber aufgrund von unterschiedlichen sportlichen Ansichten ist dies die richtige Entscheidung für beide Seiten gewesen“, so Schneider.

Dotchev: Doppelte Belastung unmöglich

Kurios: Der Sportdirektor erfuhr bereits in der vergangenen Woche von einem ehemaligen Mitspieler und jetzigen Spielerberater, dass der Rostocker Traditionsverein auf der Suche nach einem neuen sportlichen Leiter sei. An diesem Montag gab es dann das klärende Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden Robert Marien. Der Ausgang ist klar.

Diese Entscheidung kam für den aktuellen Hansa-Cheftrainer Pavel Dotchev  „sehr überraschend“. Dennoch beharrt der 52-Jährige darauf, sich professionell zu verhalten: „Natürlich gibt es dabei Emotionen, aber wir sind Profis.  Wir lassen uns von solchen Sachen nicht ablenken, sondern konzentrieren uns auf das kommende Spiel am Sonnabend (beim FC Carl Zeiss Jena ab 14 Uhr – d. Red.).“ Die Position des neuen sportlichen Leiters selbst „wäre für mich absolut unmöglich. Das ist eine doppelte Belastung und ich muss mich auf das Sportliche und die Mannschaft konzentriere. Für kurze Zeit kann man das machen, aber ich weiß, dass der Verein bemüht ist, einen Ersatz zu finden. Gemeinsam werden wir gut arbeiten“, ist sich Dotchev sicher. Ein Profil und einen möglichen Nachfolger für die Stelle des Sportdirektors gibt es bisher noch nicht.

„Klar ist es schade, dass ich gehen muss, aber dennoch hoffe ich, dass der FC Hansa den eingeschlagenen Weg weiterhin verfolgt und erfolgreich bestreiten wird. Der Verein wird immer eine ganz besondere  Stellung bei mir haben“, sagt Schneider weiter und gibt zu, dass er nach seiner Amtszeit erst einmal  Abstand vom Fußball benötigt. „Die vergangenen anderthalb Jahre waren aufregend, aber auch anstrengend. Ich habe insgesamt 21 Transfers getätigt und den Umbruch mit dem neuen Trainer im Sommer vollzogen – und  momentan steht der Club auf dem sechsten Platz der Tabelle, das ist ganz ordentlich“, resümiert René Schneider. 

Hüneburg soll im Vorstand bleiben

Neben der Personalie Schneider gab der  Aufsichtsrat des FC Hansa bekannt, dass Vorstandsvorsitzender Robert Marien – einstimmig – für weitere zwei Jahre in seiner Position bestätigt wurde. Der Kontrakt des 36-Jährigen, der seit Juli 2016 an der Spitze des Gremiums steht, wurde damit bis zum 31. Dezember 2019 verlängert.  „Ich freue mich, dass der Aufsichtsrat mit meiner erneuten Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden auf Stabilität und Kontinuität auf dieser Position setzt und mir auch für die kommenden zwei Jahre das Vertrauen schenkt und damit die Möglichkeit gibt, den eingeschlagenen Weg weiter fortführen zu können“, so Marien.   „Robert Marien hat in seiner bisherigen Amtszeit wichtige Weichen für die strategische Ausrichtung des FC Hansa Rostock gestellt und uns ein überzeugendes Konzept für die Weiterentwicklung des Vereins vorlegen können“, so Günter Fett, Aufsichtsratsvorsitzender bei Hansa.

Mit Zustimmung des Aufsichtsrates wird sich das Vorstandsteam, das satzungsgemäß aus mindestens drei Verantwortlichen bestehen muss, zur kommenden Amtszeit neu aufstellen. Vorbehaltlich der Bestätigung durch den Aufsichtsrat soll Christian Hüneburg (42) auch künftig als erster Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden und als Vorstand für Finanzen und Verwaltung agieren. 

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