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Hansa Rostock : Fanszene will Zeichen setzen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bundesweit haben sich Ultras gegen den DFB zusammengeschlossen

von
erstellt am 16.Aug.2017 | 08:00 Uhr

Die Mitglieder des Vereins Fanszene Rostock wollen sich gegen das Urteil des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wehren. Das Sportgericht des Verbandes hatte den Rostocker Traditionsverein wegen mehrerer Vorfälle der Anhängerschaft zu zwei Auswärtsspielen ohne Fans verurteilt – betroffen ist auch der Ost-Klassiker beim 1. FC Magdeburg (9. September). Diese Strafe wollen Hansa-Anhänger nun umgehen. Denn die Fanszene hatte in einem offenen Brief bekanntgegeben, gut 1000 Eintrittskarten für diese Begegnung zu besitzen.

In einer Mitteilung auf der Internetseite heißt es: „[…] genau diese Strafe unterstreicht nochmals, dass dieser Verband alles tut, um sich von Fans aber auch vom eigentlichen Fußball zu entfernen. In jüngster Vergangenheit gab es eine Zusammenkunft von mehr als 50 Fanszenen, die sich gebündelt gegen diese Bestrafungsspirale wehren wollen bzw. werden.“

Dafür soll am 9. September gemeinsam mit der Fanszene Magdeburg ein Zeichen gesetzt werden. „Die Betonung liegt hier ganz klar auf gemeinsam! Jegliche Rivalität wird an diesem Tage außen vor bleiben und es wird Ziel sein u.a. dieses beispielhafte Urteil ad absurdum zu führen“, heißt es von der Fanszene weiter, die ihren Aufruf mit den Ausrufen: „ALLE NACH MAGDEBURG“ und „FICK DICH DFB“ schließt.

„Die Versammlungsfreiheit und die Meinungsäußerungsfreiheit sind Grundrechte und stehen somit jedem zu. Oberste Priorität hat für uns nun erstmal eine Aufarbeitung der jüngsten Ereignisse in unserem eigenen Stadion“, erklärte FCH-Vorstansvorsitzender Robert Marien.

Allerdings hat der 1. FC Magdeburg aufgrund des Aufrufes den Start des freien Ticketverkaufs für das Ost-Derby auf Donnerstag verschoben. Grund dafür seien Sicherheitsbedenken. FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik sagte in der Magdeburger Volksstimme: „Wir sind in enger Abstimmung mit unseren Rostocker Kollegen und werden den freien Verkauf der Tickets deshalb verlegen. Wir prüfen, ob an den Gerüchten etwas dran ist.“

Bundesweit wird der DFB derzeit von Fans wegen harter Strafen und zunehmender Kommerzialisierung kritisiert.

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