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Hansa Rostock : „Fange nicht an zu träumen“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Trainer Andreas Bergmann über das Spanien-Trainingslager, das Personal-Karussell und Hansas Aussichten

In der 3. Fußball-Liga geht es für den FC Hansa am Freitag um 19 Uhr beim VfB Stuttgart II weiter. Coach Andreas Bergmann blickt im Gespräch voraus – und zurück auf das Trainingslager in San Pedro del Pinatar, aus dem die Mannschaft gestern wohlbehalten zurückkehrte.

Herr Bergmann, wie fällt Ihr Fazit Ihres Trainingslagers in Spanien aus?

Bergmann: Wir hatten hier die Möglichkeit, mit der Mannschaft intensiv arbeiten zu können. Das wäre zu Hause so nicht gegangen. Mit der Bereitschaft der gesamten Truppe war ich sehr zufrieden. Wir müssen an Abstimmungsgeschichten arbeiten und zusehen, dass wir das Level halten und möglichst noch weiter ausbauen. Die Bedingungen in San Pedro del Pinatar waren schon sehr gut. Wie gesagt, für mich war vor allem ganz wichtig, dass die Mannschaft weiter so intensiv und aufmerksam arbeitet. Und ich habe mich gefreut, wie die Spieler miteinander umgegangen sind und gegenseitigen Respekt hatten. Daran sah man, dass wir auch unseren Teamgeist immer weiterentwickeln.

Wie beurteilen Sie den Konkurrenzkampf auf den einzelnen Positionen?

Es gibt Grenzfälle, wo Nuancen darüber entscheiden, ob der eine spielt und der andere weniger. Die Jungs rufen alles ab, und es ist ein gutes Gefühl, wenn sich zum Beispiel die Stürmer völlig verausgaben – was sie ja auch sollen –, dass wir dann zwei nachlegen können, ohne dass es einen Bruch gibt. Oder nehmen wir die Sechser-Position, wo wir auch Alternativen haben. Wir brauchen diese mannschaftliche Geschlossenheit. Klar ist, es können nur elf spielen. Aber auch die anderen müssen immer wieder alles probieren, auf hohem Niveau zu bleiben. Sascha Schünemann zum Beispiel hatte eine lange Durststrecke, arbeitete aber ständig weiter und machte dann richtig gute Spiele für uns. Der schwierigste Kampf ist der gegen sich selbst.

Wie verfahren Sie bei der Entscheidung, wer ab Freitag im Tor steht, Jörg Hahnel oder Johannes Brinkies?

Auch der Eindruck, den man hier bekam, und was Andy Reinke (Co- und Torwarttrainer – d. Red.) für ein Gefühl hat, wird maßgeblich sein bei dem, was wir machen werden. Wobei das Mitte der Woche schon klar sein muss, und es wird dann auch wieder ein entsprechendes Gespräch mit beiden Jungs geben, wie sich das gehört. Aber wir haben auch auf anderen Positionen eine Enge. Schade, dass ich Max Christiansen nicht noch mal sehen konnte (Achillessehnenprobleme – d. Red.).

Denis-Danso Weidlich ist in der Innenverteidigung sicherlich gesetzt, aber wer wird der Nebenmann sein, Sebastian Pelzer oder Steven Ruprecht?

Das Schöne ist, dass ich das jetzt noch nicht verkünden muss. Denis hat eine Marke gesetzt mit seinen Leistungen. Ich bin froh, dass ich drei Innenverteidiger habe, und sicher, dass noch einiges passiert diese Saison. Mit nur zweien wäre es etwas dünn. Die Entscheidung ist natürlich nicht einfach.

In der Liga stehen noch 17 Partien aus. Wer sind in Ihren Augen die Aufstiegskandidaten?

Ich glaube, dass Heidenheim (Tabellenführer mit 47 Punkten – d. Red.) schon ganz klar eine Nummer ist. Red Bull (RB Leipzig, 2./40 – d. Red.) hat mal wieder richtig aufgeforstet. Was uns betrifft (Hansa, 4./35, ist punktgleich mit dem Dritten Darmstadt, der die deutlich bessere Tordifferenz hat – d. Red.), da sehe ich nur auf das nächste Spiel. Aber ich denke, wir haben ein Fundament gelegt. Wir hatten im bisherigen Saisonverlauf auch eine Delle drin, aber wir sind auf einem guten Weg, mit dieser Mannschaft etwas aufzubauen. Wo das in diesem Spieljahr hingeht, kann ich nicht sagen. Ich fange nicht an zu träumen. Erst mal konzentrieren wir uns auf den VfB Stuttgart II. Mal sehen, was uns da auch an Bodenverhältnissen erwartet und was wir aufs Tapet bringen. Ich habe kein schlechtes Gefühl.





 

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erstellt am 19.Jan.2014 | 20:15 Uhr

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