Hansa Rostock : Evseev: „Die Unentschieden nerven“

„Es ist klar, dass der Druck ein bisschen größer wird – und man auch verantwortlich für die Tore ist“, sagt Hansas Willi Evseev zum Thema Torflaute beim Fußball-Drittligisten.
„Es ist klar, dass der Druck ein bisschen größer wird – und man auch verantwortlich für die Tore ist“, sagt Hansas Willi Evseev zum Thema Torflaute beim Fußball-Drittligisten.

Hansa-Spieler will als Zehner Soufian Benyamina beim Tore machen helfen. Aus den jüngsten Fehlern soll gelernt und eine Führung über die Zeit gebracht werden

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28. September 2017, 08:00 Uhr

Neue Aufgabe für Willi Evseev beim Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock: Der 25-Jährige agiert vermehrt direkt hinter der einzigen Sturmspitze – Soufian Benyamina – und setzt die gegnerische Abwehr immer wieder unter Druck. Beim Heimspiel gegen den FSV Zwickau (1:1) gelang dem Mittelfeldmann sogar sein erster Treffer für die Kogge.

„Ungewohnt ist diese Rolle als Zehner (Spielmacher – d. Red.) für mich nicht. Ich habe schon einmal auf der Position gespielt. In den zurückliegenden Jahren war ich aber eher so Sechser (zentraler Mittelfeldspieler – d. Red.) oder Achter (Verbindungsspieler – d. Red.)“, erklärt Evseev. Er weiß, dass es nach außen oft so aussehe, als ob die beiden letztgenannten Positionen „auffälliger spielen, aber wenn man sich hinten die Bälle holt und diese dann nach links oder rechts verteilt, hat man natürlich mehr Ballkontakte. Als Zehner sollst du dir nicht die Bälle hinten abholen, sondern dem Stürmer helfen.“

Damit will Hansa-Coach Pavel Dotchev wohl auf das momentan vorherrschende Problem der Rostocker reagieren. Der Fußball-Lehrer möchte von seinem Schützling, dass dieser „noch mehr Torgefahr ausstrahlt. Zudem sollte er noch besser die Bälle behaupten und den Tempowechsel beherrschen. Ansonsten hat er eine gute Spielintelligenz, ist laufstark und setzt den Gegner gut unter Druck.“

Vor allem das Thema Torausbeute steckt auch schon bei den Spielern im Kopf. „Ich denke, in der vorderen Reihe ist das Thema schon da“, so Willi Evseev, der aber Benyamina dabei in Schutz nehmen möchte: „Im Moment klappt es noch nicht wie in einem Guss. Es sieht gut aus, wie wir spielen, wir spielen uns auch Chancen heraus, aber in diesem letzten Drittel fehlt es. Im Endeffekt ist der Stürmer dann auch arm dran. Auch als Zehner bist du viel auf die Sechser angewiesen, dass die Bälle kommen.“

Vor allem gegen Werder Bremen II (0:0) und den FSV Zwickau (1:1) fehlte der „Lucky Punch“. „Wir waren zu überhastet, haben den Abschluss gesucht, obwohl wir wussten, der Ball geht nicht rein. Manchmal auch, damit die Leute sehen, dass wir es versuchen. Im Endeffekt kann man alles besser ausspielen und ruhiger sein“, erklärt Evseev, für den eins in jedem Fall klar ist: „Die Unentschieden nerven.“

Aus diesem Grund soll gegen den VfR Aalen (Sonnabend 14 Uhr) zu Hause aus den jüngsten Fehlern gelernt werden. „Wenn wir in Führung gehen, müssen wir die über die Zeit bringen. Indem wir vielleicht einfach nicht den schönen Pass spielen, sondern effektiv sind. Jeder am Ende noch einen Meter oder Schritt mehr macht“, fordert Willi Evseev.

Hüsing nicht dabei

Bei der gestrigen Einheit setzte Innenverteidiger Oliver Hüsing (Nackenschmerzen) aus. Weiterhin sind vier Spieler – Marcel Hilßner, Bryan Henning, Jeff-Denis Fehr, Vladimir Rankovic – krank. Tim Väyrynen (Rot-Sperre) pausiert wegen Adduktorenproblemen.

Mounir Bouziane und Christopher Quiring konnten individuell trainieren. Tommy Grupe absolvierte die komplette Einheit, ist aber noch keine Option.

Heute ist einmal um 10 Uhr Training.

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