FC Hansa Rostock : Es war sogar mehr drin als ein Punkt

Tobias Jänicke schreit die Freude über seinen Ausgleichstreffer, die schnelle Antwort auf den 0:1-Rückstand, heraus. Markus Gröger (links) und Julius Perstaller eilen zum Mitjubeln herbei.
Tobias Jänicke schreit die Freude über seinen Ausgleichstreffer, die schnelle Antwort auf den 0:1-Rückstand, heraus. Markus Gröger (links) und Julius Perstaller eilen zum Mitjubeln herbei.

Hochverdientes 1:1 des FC Hansa in Chemnitz

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02. August 2015, 21:02 Uhr

Nach saisonübergreifend fünf Niederlagen am Stück mit je einem Tor Unterschied hat der FC Hansa endlich wieder gepunktet und am 2. Spieltag der 3. Fußball-Liga 2015/16 beim Chemnitzer FC ein 1:1 (0:0) geholt. Vor 9112 Zuschauern im Stadion an der Gellertstraße, davon ca. 1500 Gäste-Fans, war sogar ein Sieg möglich. „Wenn man die Chancenverteilung betrachtet, hatten wir sehr gute Möglichkeiten, das Spiel für uns
zu entscheiden“, befand der Sportliche Leiter Uwe Klein. „Alles in allem war mehr drin. Aber auswärts einen Punkt mitzunehmen ist auch okay.“

Die Rostocker begannen exakt in der von NNN vermuteten Aufstellung. Also mit der „Doppel-Sechs“ Kofler/Ikeng im zentralen Mittelfeld an Stelle von Baumgarten/Grupe, die zum Saisonauftakt beim 1:2 gegen Werder Bremen II angefangen hatten. Auch der Positionenwechsel zwischen Jänicke (diesmal auf der rechten Seite) und Gardawski (rückte nach vorn an die Seite des einzigen etatmäßigen Stürmers Perstaller) fand statt – siehe Start-Elf-Tableau in unserer Sonnabend-Ausgabe.

Der CFC machte sofort Druck. Die Gäste waren so erst einmal mit der Defensivarbeit voll ausgelastet, mussten höllisch aufpassen. So Henn, als ihm im eigenen Strafraum der Ball einen Tick zu weit vom Fuß sprang. Er konnte die drohende Gefahr aber auf Kosten einer Ecke im Keim ersticken (7.). Oder Kofler, der 17 Meter vor dem Tor Ofosu foulte und den Sachsen so eine gute Gelegenheit bescherte. Den Freistoß brachte Fink um die
Mauer herum in Richtung Tor, doch die Kugel kam nie dort an, weil Henn mit dem Fuß abwehrte (17.).

Dann hatte sich der FC Hansa jedoch stabilisiert und blies mehr und mehr zur Attacke. Erdmanns Kopfball bedeutete beinahe die Führung, Schlussmann Kunz verhinderte sie mit einem starken Reflex, der Nachschuss von Ikeng wurde geblockt (24.). Gardawski setzte das zweite Ausrufezeichen, als er aus der zweiten Reihe abzog und den Ball ans Lattenkreuz nagelte (42.). Insgesamt war das 0:0 zur Pause allerdings das ganz gut passende Zwischenergebnis zu dem, was bis dahin geschah.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung Fahrt auf. Bei Lönings Schuss kam es zu einer unglücklichen Handberührung von Gröger – Schiedsrichter Storks pfiff Elfmeter, Chemnitz’ Kapitän Fink vollstreckte zum 1:0 (49.). Doch es verging kaum eine Minute, da schlug es auch auf der Gegenseite ein: Während die Sachsen noch in Glückseligkeit schwelgten, schlugen die Ostseestädter cool zurück mit Jänicke, der sich völlig entspannt gleich zweimal den Ball zurechtlegte und dann mit links abschloss – 1:1 (50.)!

Am Ende waren die Gäste dem Sieg näher, doch vergaben sie Freistöße aus besten Positionen (Bickel in die Mauer/59. bzw. übers Tor/76.). Auch in anderen Szenen fehlte nicht viel (Ecke von Bickel auf die Latte/52., Gardawski verfehlt das Tor/86., Jänicke kommt im Strafraum verheißungsvoll zum Zuge, laut Storks tut er das jedoch zu ungestüm – abgepfiffen/86.).

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