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Hansa-Coach unter Siegzwang : Es geht um Marc Faschers Zukunft

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Das heutige Hansa-Spiel gegen Arminia Bielefeld steht im Schatten der Trainer-Diskussion auf Seiten der Rostocker. Der Stuhl von Chefcoach Marc Fascher wackelt nach nur einem Sieg aus den letzten 14 Partien bedenklich.

svz.de von
erstellt am 05.Apr.2013 | 06:35 Uhr

Rostock | Das heutige Fußball-Drittliga-Spiel zwischen dem FC Hansa Rostock und Arminia Bielefeld steht eindeutig im Schatten der Trainer-Diskussion auf Seiten der Gastgeber. Der Stuhl von Chefcoach Marc Fascher wackelt nach nur einem Sieg aus den zurückliegenden 14 Partien bedenklich. Ein klares Bekenntnis der Vereinsführung zum 44-Jährigen blieb in den vergangenen Tagen aus. Er braucht offenbar einen Sieg gegen die Ost-Westfalen. "Seit Dienstag ist der Trainer zum Abschuss freigegeben", erklärte Fascher vor der Partie und lieferte zudem eine phasenweise sarkastische und überspitzte Darbietung auf der Pressekonferenz ab.

Auch im Team war der öffentliche Auftritt des Trainers natürlich ein Thema. "Ich denke, dass es wohl mittlerweile jeder gesehen hat", sagte Abwehrmann Matthias Holst, der wahrscheinlich den verletzten Sebastian Pelzer (Zehbruch) als Kapitän vertreten wird. Der 30-Jährige versuchte den Auftritt seines Chefs einzuordnen: "Wir als Mannschaft konnten zwischen den Zeilen lesen und wussten, was der Trainer im speziellen gemeint hat. Ich hoffe, dass es jeder auch verstanden hat. Er wollte uns sicher auch ein bisschen kitzeln, damit wir mit dem Messer zwischen den Zähnen rausgehen."

Als Charaktertest sieht "Holzer" den heutigen Auftritt jedoch nicht. "Schon wenn man vier oder fünf Spiele nicht gewonnen hat, ist der Charakter gefragt. Und den haben wir auch gezeigt. Wir konnten uns in den Partien schließlich verbessern, nur fehlte uns die Belohnung", erklärt der Verteidiger.

Dass es gegen den Zweiten Bielefeld auch um die Zukunft des Coaches geht, ist Matthias Holst bewusst. "Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft und der Trainer oftmals das schwächste Glied. Man kann nicht auf die Spieler verzichten und sie einfach alle rausschmeißen. Trotzdem gibt es keinen Alleinschuldigen für unsere Situation. Wir hängen alle mit drin", so der Routinier.

Daher glaubt er auch, dass ein spezielles Spielen für den Trainer nicht nötig ist. "Wir gewinnen für uns. Wir alle wollen gewinnen. Darum geht es uns. Ich glaube nicht, dass wir siegen müssen, um eine einzelne Person zu retten. In Osnabrück (2:3 - d. Red.) zeigten wir über 60 Minuten lang gute Ansätze und haben bewiesen, dass wir es können."

Gute Bilanz gegen Arminia

In bisher sieben Heimspielen hat der FC Hansa noch nicht einmal gegen Bielefeld verloren (vier Siege, drei Remis). Auswärts haben die Rostocker folgende Bilanz: drei Erfolge, zwei Unentschieden, vier Pleiten. Das Hinspiel gewannen die Ostseestädter durch einen Treffer von Ondrej Smetana (3.) mit 1:0. Es ist die bislang einzige Heimniederlage der Arminen.

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