FC Hansa Rostock : „Es fühlt sich an wie ein Sieg“

Überzeugte mit einem guten Auftritt: Hansas Mittelfeldakteur Stefan Wannenwetsch schätzt das 1:1 gegen FSV Frankfurt als leistungsgerecht ein.
Überzeugte mit einem guten Auftritt: Hansas Mittelfeldakteur Stefan Wannenwetsch schätzt das 1:1 gegen FSV Frankfurt als leistungsgerecht ein.

Erleichterung bei Wannenwetsch nach dem Remis

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30. August 2016, 08:00 Uhr

Mit seinem Pass über die komplette Abwehrreihe des FSV Frankfurt auf Timo Gebhart, der in den Strafraum lief, hätte Mittelfeldakteur Stefan Wannenwetsch seine erste Torvorlage für Fußball-Drittligist FC Hansa erzielen – und möglicherweise sogar den Führungstreffer einleiten können. „Ich denke, meine Leistung war okay. Ich kann damit zufrieden sein. Klar kann man immer noch besser spielen, das muss ich mir aber in den kommenden Tagen in Ruhe anschauen. Doch im ersten Moment war es eine ordentliche Leistung – vor allem kämpferisch von der gesamten Mannschaft“,
äußerte sich Wannenwetsch zu seinem Spiel im zentralen Mittelfeld.

Zum zweiten Mal spielte der 24-Jährige 90 Minuten – ebenso schon beim 0:0 beim Halleschen FC. Von Trainer Christian Brand erntete der Techniker nach dem jüngsten Einsatz Lob: „Er hat seine Sache gut gemacht, ganz wenige Ballverluste, gute Zweikampfführung. Überragend war sein Ball, der zur Riesenchance von Timo Gebhart führte.“ Allgemein sahen die Zuschauer im Ostseestadion zwischen diesen beiden Akteuren mit Bundesliga- Erfahrung einige spielerisch gute Züge.

Die Leistung der Mannschaft bewertete Wannenwetsch als ausbaufähig. „Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht, wir können es besser, aber auch schlechter“, erklärte er.

Dennoch bedurfte es am Ende des Tages jeder Menge Glück, damit die Hanseaten doch noch einen Punkt an der Ostsee behalten – und die Ungeschlagen-Serie vor heimischen Publikum bestehen bleibt. Denn die letzte Niederlage zu Hause gab es am 20. Februar gegen Aue (0:2). „Es fühlte sich fast wie ein Sieg an“, so Wannenwetsch. Dass dieses Unentschieden zustande kam, macht der 24-Jährige an dem Kampfgeist der Mannschaft fest: „Ich denke, die Fans im Stadion haben gesehen, dass wir nicht aufgeben, dass wir hier unbedingt nicht verlieren wollten und sich absolut jeder auf dem Feld dagegen gestemmt hat – es wurde auch immer lauter auf den Rängen. Und dann rutscht halt einer rein – wohl ein wenig glücklich, aber wie es am Ende passiert, ist auch egal. Hauptsache, wir haben nicht verloren, das ist dann noch besser.“

Insbesondere aufgrund der Länderspielpause sei dieser moralische Punktgewinn wichtig: „Sonst wäre die Situation für uns ziemlich schlecht. So können wir damit leben. Wir versuchen dann einfach in Aalen (am Freitag, 9. September, 18 Uhr – d. Red.) drei Punkte zu holen.“

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