Trainingslager des FC Hansa : Erst mal alles aus der Grabbelbox

Zeugwart Andreas Thiem packte gestern nicht nur die Sachen vom FC Hansa, sondern auch seine eigenen. Mit auf die Reise nach Lara nahm er das Buch „Mein Blinddarm blieb in Bombay“: „Das sind schräge Reisegeschichten, da bist du nur am Feiern.“   Fotos: Peter Richter, Katrin zimmer, Titanic Beach Lara (4)
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Zeugwart Andreas Thiem packte gestern nicht nur die Sachen vom FC Hansa, sondern auch seine eigenen. Mit auf die Reise nach Lara nahm er das Buch „Mein Blinddarm blieb in Bombay“: „Das sind schräge Reisegeschichten, da bist du nur am Feiern.“ Fotos: Peter Richter, Katrin zimmer, Titanic Beach Lara (4)

Zeugwart hat schon das erste Training vor Augen

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05. Januar 2016, 12:00 Uhr

Heute Morgen gegen 8.45 Uhr hob die Delegation des Fußball-Drittligisten FC Hansa vom Flughafen Rostock-Laage Richtung Antalya ab.

Gegen 13.15 Uhr, also nach etwa dreieinhalb Stunden (in der Türkei ist es eine Stunde später als in Deutschland), war die Landung auf dem Airport der Millionenstadt am Mittelmeer vorgesehen.


Dummys und Hürden mit im Gepäck


Von dort geht es mit dem Bus weiter zum „Bestimmungsort“ Lara, einer nur zehn bis 15 Kilometer entfernten Ferienhochburg. Hier werden die Fußballer und ihr Tross im Hotel „Titanic Beach Lara“ untergebracht sein.

Das grobe Gepäck wurde bereits gestern in Kleintransportern verstaut und am Nachmittag zum Einchecken nach Laage gebracht: von sogenannten Dummys (Gestelle zur Simulation von Freistoßmauern) über Slalomstangen und Getränkepulver-Kanister bis hin zu den Physiotherapeuten-Koffern mit Tapes, Spritzen, Arznei… Dazu kamen die etwa 20 Zentimeter hohen Schaumgummi-Aufsteller für die Aktion „(M)Eine Bande für Hansa“ (28 große von 2,50 m Länge, 18 kleine zu jeweils 1,50 m), die zwar nicht allzu schwer sind, aber viel Platz wegnehmen.

Mit auf die Reise gehen heute des Weiteren vier Trikotsätze (je zwei in Marineblau und Rot), jeweils 100 Regenjacken, Trainingsanzüge, T-Shirts, Garnituren Funktionsunterwäsche und Paar Stutzen.

Und was befindet sich in den drei ins Auge fallenden großen grünen Tragetaschen? „Da sind über 20 Hürden in verschiedenen Größen drin“, verriet Andreas Thiem. Der Zeugwart ließ sich auch gestern nicht aus der Ruhe bringen, obwohl es diesmal „ein bisschen stressiger“ war als sonst: „Direkt aus dem Urlaub und gleich packen, dazu noch zweimal Training am Tag vor der Abreise – das ist schon ungewohnt.“


Thiem: „Die Hektik kommt von alleine“


Gegen 6 Uhr wird Thiem heute im Stadion sein, um sieben fährt der ganze Tross nach Laage. Geschlafen haben wird der 50-Jährige – der, wenn nötig, mitunter auch im Stadion übernachtet – ganz normal zu Hause, „denn die Hektik wird noch von alleine kommen. Zuerst gleich, wenn wir gelandet sind, ob alles vollzählig da ist. Und dann, wenn wir im Hotel ankommen und auf die Schnelle alles Nötige fürs erste Training bereitgelegt werden muss: erst mal alles aus der Grabbelbox, damit die Spieler loslegen können. Und danach richte ich mich ein. Wobei wieder die meiste Zeit dabei draufgehen wird, die 45 Bälle aufzupumpen.“ Aus Sicherheitsgründen muss bei Flügen stets die Luft aus ihnen gelassen werden…

Nach viermal Spanien in den zurückliegenden fünf Jahren gastiert der FC Hansa nun zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in der Türkei. Für Andreas Thiem ist es, obgleich er 2013 in Belek aus gesundheitlichen Gründen fehlte, kein „Debüt“: Er war schon einmal im Urlaub an der Türkischen Riviera, im nicht weit entfernten Badeort Kemer.

Draußen schwimmen auch im Januar: der beheizte „Olympia-Pool“ des Hotels
Draußen schwimmen auch im Januar: der beheizte „Olympia-Pool“ des Hotels
 

Hier wohnen und trainieren die Hansa-Spieler

Im direkt am Mittelmeer gelegenen, über einen 1000 Meter langen Strand verfügenden All-inclusive-Hotel „Titanic Beach Lara“ wird es den 26 Spielern des FC Hansa, Trainern und Funktionsteam an nichts mangeln. Das Fünf-Sterne-Haus verfügt über 586 Räume (zum Vergleich: das „Neptun“ in Warnemünde hat 336), von denen der Verein 13 Doppel- und acht Einzelzimmer in Anspruch nehmen wird.

Im Hotel besteht u. a. die Möglichkeit, sich im original Hamam (türkisches Dampfbad) zu entspannen. Der „Ocean Disco Bar“ wird die Mannschaft indes wohl eher fernbleiben…

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