FC Hansa Rostock : Ermittlungen gegen Polizisten nach Ausschreitungen nach Hansa-Spiel

Das Vorgehen nach dem Spiel Rostock gegen Duisburg am 22. Oktober könnte für drei Polizisten Konsequenzen haben.

svz.de von
29. Dezember 2016, 14:35 Uhr

Nach einem Polizeieinsatz rund um das Spiel des Fußball-Drittligisten Hansa Rostock beim MSV Duisburg Ende Oktober ermitteln die Behörden gegen drei Bundespolizisten wegen des Verdachts auf Körperverletzung im Amt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Duisburg bestätigte am Donnerstag entsprechende Medienberichte. Wer die Polizisten angezeigt hat und wie genau die Körperverletzung ausgesehen haben soll, konnte er nicht sagen. „Die Ermittlungen sind noch im Gange.“ Anlass waren Ausschreitungen nach Rostocks 1:0-Sieg in Duisburg am 22. Oktober. Laut Bundespolizei hatten damals Hansa-Fans auf der Rückfahrt zum Bahnhof unter anderem im Zug die Notbremse gezogen, liefen über die Gleise und bewarfen Beamte mit Schotter. Fans klagten den Medienberichten zufolge ihrerseits über „unverhältnismäßige Gewalt“.

Es soll 64 Stunden Videomaterial rund um den Einsatz geben. Die Bundespolizei verteidigt ihn als verhältnismäßig. Es habe aber auch drei Situationen gegeben, „die nach unserer ersten Bewertung den vorläufigen Schluss zuließen, dass drei Beamte der Bundespolizei gegebenenfalls unverhältnismäßig reagiert haben könnten“, sagte ein Bundespolizei-Sprecher. Deswegen habe seine Behörde die Videos zur Prüfung an die Staatsanwaltschaft in Duisburg weitergeleitet.

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