zur Navigation springen

FC Hansa Rostock : Erdmann überzeugt als Staubsauger

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der 25-Jährige erfüllt die Aufgaben als Abräumer vor der Abwehr mit viel Zweikampfstärke und hoher Laufbereitschaft

von
erstellt am 22.Apr.2016 | 08:00 Uhr

An einem Spieler im defensiven Mittelfeld des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock beißen sich die Gegner regelmäßig die Zähne aus: Dennis Erdmann. Der eigentliche Innenverteidiger füllt seit mehreren Wochen die Position des „Sechsers“ aus – und überzeugt nicht nur mit seiner kämpferischen Art, sondern vor allem mit seiner enormen Laufbereitschaft. „Vielleicht liegt das an den vielen Spaziergängen, die ich mit meinen Hunden Ginger und Elvis mache“, sagt der 25-Jährige mit einem Lachen. „Nein, Spaß beiseite. Ich konnte schon immer ganz gut laufen, das lag mir am Fußballspielen schon immer am besten.“

Nahezu nach jedem Spiel erhält der Kicker großes Lob von seinen Teamkollegen. „Was Dennis Erdmann immer wieder nach links und rechts gerannt ist, würde ich keine 30 Minuten durchhalten“, so Innenverteidiger Marcus Hoffmann nach der gewonnenen Auswärtspartie in Großaspach (1:0).

Auch Cheftrainer Christian Brand scheinen die Auftritte seines defensiven Mittelfeldakteurs zu gefallen: „Er macht einen tollen Job, ist der Staubsauger vor der Abwehr, und das erledigt er gut. Allerdings sollte er noch mehr an seiner Arbeit in der Offensive feilen.“

„Erde“ gibt sich eher bescheiden: „Es ist ungewöhnlich, dass einem das Laufen so gut liegt, aber das Fußballerische eher nicht so, doch ich mache das Beste daraus.“ Von seinem Coach habe er eigentlich nur die Anweisung bekommen, bei Ballgewinn die Kugel schnellstmöglich an Ronny Garbuschewski „oder jemand anderen im Mittelfeld weiterzuspielen“, berichtet Erdmann.

Das wird auch gegen Aufstiegsaspirant Würzburger Kickers wieder die Devise sein. „Für uns ist es ein Spiel wie jedes andere. Die Würzburger machen sich wahrscheinlich viel Druck, weil man, wenn man oben steht, mehr zu verlieren hat“, schätzt Erdmann ein.

Dennoch möchte der 25-Jährige nicht allzusehr auf die Tabelle gucken. „In dieser Liga gibt es bis auf Dresden keine wirklichen Überraschungen. Wir müssen nur wieder unsere Tugenden abrufen.“

Der einzige Nachteil auch dieses Mal: die lange Busfahrt. „Das wird wieder ziemlich anstrengend, aber mit drei Punkten im Gepäck fährt es sich einfacher zurück.“

Mit einem weiteren Dreier würden die Hanseaten den Klassenerhalt fast schon perfekt machen. Erdmann: „Das wäre schon toll, wenn wir rechnerisch die Sicherheit haben. Mittlerweile ist die Stimmung viel ruhiger, was auch uns hilft.“

Anfang des Jahres – nach der 1:5-Auftaktniederlage bei Fortuna Köln und dem 0:2 bei den Stuttgarter Kickers – war die Atmosphäre nicht besonders gut, gibt Erdmann zu: „Aber da haben wir uns als Mannschaft gemeinsam wieder herausgearbeitet – und auch alle im und um den Verein haben ihren Anteil daran, wo wir jetzt stehen.“

Fast alle dabei

Bis auf Kapitän Tobias Jänicke (Knöchelverletzung) sowie die Langzeitverletzten waren gestern alle Hanseaten im Training. Auch Michael Gardawski, Stephan Andrist und Ronny Garbuschewski haben ihre muskulären Probleme überstanden und sind für das Spiel morgen in Würzburg einsatzfähig.

Partie im Stream

Das Duell Würzburg – Rostock wird morgen ab 14 Uhr im Internet-Livestream auf br.de übertragen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen