Hansa Rostock : Erdmann: „Ich freue mich auf Dresden“

Nahezu regelmäßig zwingt Hansas Abräumer Dennis Erdmann seine Gegenspieler – hier Patrick Funk (SV Wehen Wiesbaden) – in die Knie.
Foto:
Nahezu regelmäßig zwingt Hansas Abräumer Dennis Erdmann seine Gegenspieler – hier Patrick Funk (SV Wehen Wiesbaden) – in die Knie.

Der Ex-Dynamo- und jetzige Hansa-Kicker Dennis Erdmann rechnet bei seiner Rückkehr mit keinem Pfeifkonzert

svz.de von
16. März 2016, 05:00 Uhr

Dennis Erdmann steht am Sonnabend ein besonderer Gang bevor. Der Defensivmann des Drittligisten FC Hansa kehrt mit den Rostockern beim Spiel in Dresden an seine alte Wirkungsstätte zurück. „Ein namhafteres Duell als Dynamo gegen Hansa gibt es im Fußball-Osten nicht. Es findet nur mindestens eine Liga zu tief statt, aber daran arbeiten wir. Ich freue mich auf Dresden “, sagt der 25-Jährige.

Dass der beinharte Verteidiger mit seiner Art und Weise Fußball zu arbeiten polarisiert, ist ihm bewusst. Dennoch hat er überall, wo er in seiner Karriere bisher war, noch Anhänger – so auch in Dresden. „Ich gebe immer Gas und reiße mir den Arsch auf. So ist meine Einstellung als Profi. Ich liefere ehrliche Arbeit ab. Das habe ich bei jedem Verein gemacht, bei dem ich bisher gespielt habe. Wenn mich daraufhin ein paar Leute gut finden, dann freut mich das. In Dresden war ich auch Stammspieler. Ich weiß jetzt nicht, wie dort der Empfang sein wird. Ich denke aber nicht, dass es großartig Pfiffe gibt. Es wird neutral sein“, erklärt Erdmann.


Erdmann will nicht den Lehrer spielen


Dresden hat als Erster den Aufstieg fest im Visier. Rostock kämpft als 14. noch um den Klassenerhalt. Die Vorzeichen von der Tabelle her scheinen eindeutig. Doch der Blick auf die Formtabelle beweist, dass beide Teams – holten aus den vergangenen sechs Partien jeweils zwölf Punkte – ähnlich gut drauf sind. Von einem Topduell will „Erde“ aber dennoch nicht sprechen. „Wir sind 14., Dynamo ist Spitzenreiter. Doch es stimmt schon, dass wir gut drauf sind und wissen, worum es geht. Was jetzt in Dresden herausspringt, werden wir am Ende sehen“, so der Kicker, der mit der tollen Atmosphäre, die die 30 000 Zuschauer in Dresden verursachen, vertraut ist. Tipps an seine Teamkollegen will er aber nicht verteilen: „Nein, das wird ich nötig sein. Da muss jeder der Jungs letztlich selbst mit umgehen. Ich will da jetzt nicht den Lehrer spielen.“

Vielmehr möchte sich der Defensivmann auf seine Rolle im Mittelfeld konzentrieren, die er seit einigen Spielen ausgesprochen souverän ausfüllt. „Ich habe zuletzt gezeigt, dass ich das kann. Gegen Wehen Wiesbaden war ich zwar unauffällig, bin aber viel gelaufen und habe versucht, Bälle zu gewinnen. Das hat ordentlich geklappt“, so Erdmann, der seine Stärken und Schwächen genau kennt: „Ich kann jetzt keinen Übersteiger machen oder gute Standards treten. Dafür war Ronny (Garbuschewski – d. Red.) zuständig, der zuletzt neben mir gespielt hat. Ich habe dafür einige Wege für ihn gemacht und Zweikämpfe geführt. Genauso muss man als Team auftreten.“

Der Rostocker hält sich mit Prognosen für das Spiel zurück – „Das wäre mir zu viel hätte, wenn und aber...“ – allerdings ist er davon überzeugt, „dass wir in Dresden alles auf dem Platz raushauen werden und dann gute Chancen haben, etwas mitzunehmen“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen