Hansa Rostock : Erdmann: 50:50-Chance auf Sensation

Ist bereit für die „Roten Teufel“: Dennis Erdmann und der FC Hansa möchten für die Fans am Sonntag im DFB-Pokal-Spiel gegen Kaiserslautern die Überraschung schaffen.
Leistete seiner Mannschaft einen Bärendienst: Dennis Erdmann

Innenverteidiger glaubt an Sieg gegen Kaiserslautern

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07. August 2015, 08:00 Uhr

Der DFB-Pokal hat seine eigenen Regeln! Drei Euro ins Phrasenschwein?! Nicht nach Auffassung von Dennis Erdmann. Der Innenverteidiger von Fußball-Drittligist Hansa Rostock: „Die Chancen gegen den 1. FC Kaiserslautern stehen einfach 50:50. Und nur weil wir als Drittligist gegen einen Zweitligisten spielen, sind wir nicht unbedingt von vornherein der Verlierer.“

Aber gewinnen wollen die Jungs von Cheftrainer Karsten Baumann vor allem die Gunst der Fans nach dem missglückten Heimstart in die neue Drittliga-Saison. „Für ein paar der Jungs ist es etwas Besonderes. Aber nur weil es Pokal ist, ist es nicht ein außergewöhnliches Spiel. Wir haben diesmal nichts
zu verlieren, obwohl wir zu Hause antreten. Denn klar ist, dass wir nicht als Favorit in diese Begegnung gehen, im Gegensatz zu anderen Partien in der Liga“, so der Verteidiger.

Die Hansa-Verantwortlichen hoffen am Sonntag auf ein ausverkauftes Stadion. Für eine Sensation wollen die Spieler selbst sorgen. „Wir elf Mann auf dem Feld werden alles geben – und am Ende gewinnen“, sagt Erdmann.

Im Gegensatz zu vielen seiner Mannschaftskollegen hat der 24-Jährige schon einige Erfahrungen im DFB-Pokal sammeln können. In der vergangenen Saison gelangen ihm mit Dynamo Dresden – ebenfalls Drittligist – zwei Überraschungen: In Runde eins warfen die Sachsen mit Erdmann in der Defensive den FC Schalke 04 (2:1) raus, in Runde zwei war der VfL Bochum (2:1 n. V.) fällig. Danach schied Dynamo gegen Borussia Dortmund aus. In diesem Spiel sorgte Erdmann für Aufsehen, als er BVB-Offensivmann Marco Reus fernab des Spielgeschehens foulte.

Nach dieser Situation gab er zu Protokoll: „Er ist mir gegen das Knie gelaufen und hat sich dabei einen Pferdekuss geholt. Ich habe früher Kreisliga gespielt, da hat man kurz geguckt, kurz gerieben und hat weitergespielt. Aber ich glaube, im Bundesliga-Business ist das nicht mehr so üblich.“

Diese Aussage wurde vor allem von Dortmunds Manager Michael Zorc als „Unverschämtheit“ verurteilt…

Wenn die „Roten Teufel“, die als Aufstiegsanwärter gehandelt werden, am Sonntag ins Ostseestadion kommen, ist das alles vergessen. „Wir wollen uns alle beweisen und werden sehen, was auf dem Platz passiert. Wir lassen uns überraschen und wollen in diesem Jahr die zweite Runde klarmachen“, so Erdmann.

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