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FC Hansa Rostock : „Erde“ wirft Staubsauger an

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der „Sechser“ des FC Hansa, Dennis Erdmann, freut sich auf eine hitzige Atmosphäre in Regensburg

svz.de von
erstellt am 30.Jul.2016 | 07:30 Uhr

Dennis Erdmann wird heute in Regensburg den Staubsauger anwerfen. „Das ist meine Aufgabe. Ich werde versuchen, dass kein Ball durchkommt. Wenn mir das im Verbund mit den anderen gelingt, bin ich froh“, sagt der 25-Jährige vor dem Drittliga-Auftakt des FC Hansa beim bayerischen Aufsteiger SSV Jahn (ab 14 Uhr live im BR-Fernsehen).

Der Abräumer im Mittfeld freut sich auf eine schöne Kulisse in einem neuen Stadion. „Es ist in jedem Fall schöner, als vor 250 Zuschauern in Großaspach zu starten. Dort herrscht Euphorie, die wollen auch Gas geben. Das Spiel wird sicherlich nicht langweilig werden. Darauf freue ich mich“, so der Rostocker, der auch die nötige Atmosphäre braucht, um sein Spiel zeigen zu können: „Es bringt ja nichts, wenn wir ein bisschen La Paloma spielen und das war es dann. Es soll schon zur Sache gehen. Wir wollen vor allem auswärts eine bessere Rolle spielen als im vergangenen Jahr. Da können wir in Regensburg mit anfangen und die drei Punkte holen. Ich bin Sportler und will immer gewinnen.“

Die fünfwöchige Vorbereitung hat „Erde“ gut verkraftet. „Das ist ja eine überschaubare Zeit, die man überbrücken muss. Daher freue ich mich, dass es jetzt wieder um Punkte geht“, so der Kicker, der aber auch weiß, dass das Schinden seinen Nutzen hat: „Wenn man eine erfolgreiche Saison spielen will, dann gehört das dazu. Da hilft kein Jammern, kein Weinen. Es ist überall im Berufsleben so, dass man sich auf seinen Job vorbereiten muss.“

Eine Prognose abgeben, wie es in der kommenden Saison laufen wird, will der Defensivmann nicht: „Ich habe gar kein Gefühl. Ich nehme mir einfach vor, immer zu spielen und jede Partie zu gewinnen. Im vorigen Jahr haben wir vorher auch eine Menge erzählt.“ Verlassen können sich die Hansa-Fans jedoch auf die Abwehr, verspricht Erdmann. „Ich würde sagen, dass wir defensiv gesehen eine der besten Mannschaften der Liga sind, wenn nicht sogar die beste. Offensiv reicht es, wenn wir ein Tor machen und dann ist es ganz schwer, gegen uns zu gewinnen. Und für einen Treffer sind wir eigentlich immer gut.“

Ebenfalls positiv sieht der „Sechser“ im defensiven Mittelfeld die Tatsache, dass die Stamm-Elf im Grunde zusammengeblieben ist: „Das könnte schon ein Vorteil sind, aber was das in Regensburg bringt, weiß ich nicht. In jedem Fall wissen wir, wie es ist, Spiele zu gewinnen und vor allem, wie man sie siegreich gestaltet. Das haben wir in der vergangenen Rückrunde gesehen, da waren nicht nur glanzvolle 3:0 und 4:0 dabei, sondern auch richtig viele ergaunerte 1:0. Das gehört in der 3. Liga einfach dazu und am Ende kräht danach kein Hahn mehr.“

Genauso wie das Abräumen im Mittelfeld, das Erdmann nahezu perfekt beherrscht. Wenngleich es anfangs etwas ungewohnt war, vor allem weil er im Vergleich zur Innenverteidigung mehr laufen muss, hat sich der Kicker an die neue Position rasch gewöhnt und kann die „Sechs“ alleine ausfüllen: „Es ist besser geworden. Jetzt schaffe ich es wenigstens noch, einen Ball anzunehmen und weiterzuspielen. Jeder hat eben seine Aufgabe im Team und meine ist es, den Staubsauger anzuschmeißen und dafür zu sorgen, dass wir kompakt stehen.“


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