Erdbeeren am Trainingsplatz

<strong>In der Türkei</strong> gibt es reife Erdbeeren sogar im Januar.
In der Türkei gibt es reife Erdbeeren sogar im Januar.

svz.de von
09. Januar 2013, 10:14 Uhr

Was denn unter den gewächshausartigen Abdeckungen wachse, die aussehen wie halbierte Röhren und hier allgegenwärtig sind, erkundigte ich mich bei Axel Morel. Der betreut mit seiner Agentur schon seit vielen Jahren Fußballmannschaften in Belek und kennt sich demnach bestens aus.

Da würden hauptsächlich Tomaten gezogen, entgegnete er, die könnten bei dem Klima an der Türkischen Riviera mehrmals im Jahr geerntet werden.

Auch gleich nebenan vom Trainingsplatz des FC Hansa entdeckte ich eine Ansammlung von annähernd 100 solcher etwa 20 Meter langen "Zellophan-Zelte" und machte mich auf den zweiminütigen Fußweg, um mir das mal genauer anzuschauen. Mit der Auskunft von Herrn Morel im Hinterkopf und sintemal ich am Wegesrand einen gewaltigen Komposthaufen voll verrotteter Stauden entdeckte, ging ich davon aus, dort Tomaten zu entdecken, von Dach und Bodenabdeckung gut geschützt gegen Wind und Kälte. Doch groß war mein Erstaunen, statt dessen Erdbeerpflanzen zu erblicken, und das auch noch zu einem nicht unbeträchtlichen Teil mit reifen Früchten. Dicke knallrote Erdbeeren, nicht etwa im Schälchen, sondern am Stengel - und das im Januar! Die würden glatt sogar noch das üppige Büfett im IC Santai bereichern. Wobei: Selbiges ist auch in Sachen Obst derart vielfältig, dass ich die Erdbeeren wahrscheinlich einfach nur übersehen habe. Im Gegensatz zu Schweinefleisch. Das wird man hier selbst im superlativsten All-inclusive-Angebot unter Garantie nicht ausfindig machen. Schließlich befinden wir uns in einem muslimischen Land.

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