Hansa sportlich so schlecht wie nie zuvor : Entscheidung zu Wolf fällt heute

Geht davon aus, dass er auch am Sonnabend im Landespokal-Spiel in Güstrow auf der Bank sitzt: Wolfgang Wolf. Eine Entscheidung, ob er weiter Hansa-Trainer bleiben darf, ist noch nicht gefallen. Foto: Archiv
Geht davon aus, dass er auch am Sonnabend im Landespokal-Spiel in Güstrow auf der Bank sitzt: Wolfgang Wolf. Eine Entscheidung, ob er weiter Hansa-Trainer bleiben darf, ist noch nicht gefallen. Foto: Archiv

"Ich bin jetzt, in diesem Moment, Trainer des FC Hansa, und ich gehe davon aus, dass ich auch beim nächsten Spiel auf der Bank sitze", sagte Wolfgang Wolf nach dem 1:1 gegen Wehen Wiesbaden. Die Entscheidung fällt heute.

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02. September 2012, 07:27 Uhr

Rostock | Hansa-Trainer Wolfgang Wolf steht auf der Kippe, eine Entscheidung fällt heute.

"Ich bin jetzt, in diesem Moment, Trainer des FC Hansa, und ich gehe davon aus, dass ich auch beim nächsten Spiel auf der Bank sitze", sagte Wolfgang Wolf nach dem 1:1 der Rostocker in der 3. Fußball-Liga gegen Wehen Wiesbaden. Vorstandsvorsitzender Bernd Hofmann bestätigte, es sei keine Entscheidung gefallen, ob der Coach auch am Sonnabend im MV-Pokal bei Landesligist Güstrower SC 09 verantwortlich sein wird.

Das Führungsgremium dürfte heute zusammentreten und beschließen, wie es weitergehen soll. Auch der Aufsichtsrat tagt. Würde Wolfgang Wolf ("Zu diesem Thema geben ich keinen Kommentar ab") das nächste Training morgen Nachmittag nicht mehr leiten, es käme nicht unerwartet. Doch derzeit ist alles offen.

Erfolglosigkeit, Stagnation auf beunruhigendem Niveau, von ihm selbst sinngemäß eingeräumte fehlende Grundordnung im Spiel - das sind die Fakten. Und das auch: Von den zurückliegenden fünf Partien wurde keine gewonnen. Hansa erzielte in diesem Zeitraum ganze vier Tore. Das Resultat: Platz 14 drei Punkte vor dem Abstieg, hingegen sieben hinterm Aufstieg. Wolf weiß selber: "Wir hinken meilenweit hinter dem her, was wir uns vorgenommen haben."

Ganz sachlich-emotionsfrei kommt man an der Feststellung nicht vorbei, dass der Trainerwechsel zur Rückrunde 2011/12 der 2. Bundesliga von Peter Vollmann zu Wolfgang Wolf bisher nichts gebracht hat. Letzterer holte zwar fünf Punkte mehr als sein Vorgänger, doch das reichte nicht. Hansa verschlechterte sich sogar noch vom 17. auf den 18. Platz. Dabei hatten die Ostseestädter nach drei Siegen in Folge vier Partien vor Saisonende die realistische Chance, den Kopf noch aus der Schlinge zu ziehen. Doch es folgte ein 0:5 daheim gegen den direkten Kontrahenten FSV Frankfurt.

Wolf wurde verpflichtet in der Hoffnung, dass die 2. Liga gehalten wird. Das ist nicht gelungen. Dennoch bekam er für den Neuaufbau erneut das Vertrauen. Der sofortige Wiederaufstieg sollte es werden. Ist-Stand: Der FC Hansa steht nach acht Spieltagen der laufenden Saison sportlich so schlecht da wie nie zuvor.

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