3. Fußball-Liga : „Entscheidend ist, dass wir eine Idee haben, in der wir stabil sind“

Hansa-Trainer Andreas Bergmann – hier mit Keeper Jörg Hahnel – zeigt sich insgesamt mit dem Verlauf der Hinrunde in der 3. Fußball-Liga zufrieden.
Hansa-Trainer Andreas Bergmann – hier mit Keeper Jörg Hahnel – zeigt sich insgesamt mit dem Verlauf der Hinrunde in der 3. Fußball-Liga zufrieden.

Hansa-Trainer Andreas Bergmann zeigt sich insgesamt mit dem Verlauf der Hinrunde zufrieden

svz.de von
30. Dezember 2013, 18:34 Uhr

Trainer Andreas Bergmann will nicht „in die „Glaskugel gucken“ und lässt sich nicht entlocken, wohin der Weg des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock in der Frühjahrsrunde noch führen könnte. 17 von 38 Partien stehen nach der Winterpause noch auf dem Programm. Aktuell ist der FCH Vierter, punktgleich mit dem Dritten SV Darmstadt 98 (beide 35 Zähler). „Die Mannschaft hat einen relativ guten Schub nach vorne gemacht. Wozu sie jetzt noch einmal in der Lage ist, kann ich nicht sagen“, so der 54-Jährige.

In seinem ersten halben Jahr beim norddeutschen Traditionsclub hat Bergmann fast alle Facetten des Geschäfts erleben müssen. „Es war schon sehr geballt. Wir sind eigentlich gut gestartet, hatten dann diese Ergebniskrise. Daraus ist eine gewisse Dynamik entstanden, von der ich schon ein bisschen überrascht war. Letztlich habe ich aber auch immer gesagt, dass ich die Unruhe, die aufkam, für überflüssig gehalten habe“, sagt der Fußball-Lehrer.

Sein tägliches Tun berührte dies aber nicht. Bergmann blieb seiner Linie treu und ließ sich nicht beeinflussen. „Die direkte Arbeit mit der Mannschaft hat mir die Ruhe gegeben. Sie hat überhaupt nicht nachgelassen. Andererseits haben wir jetzt auch nichts geändert, als wir Erfolg hatten. Es ist wichtig, dass man aus Überzeugung an eine Spielidee glaubt und weiß, dass man dafür aber auch viel investieren muss. Das hat die Mannschaft getan, und es ist toll, dass sie sich belohnte“, erklärt der Coach. Er ist daher auch insgesamt mit dem Verlauf der Hinrunde zufrieden: „Die Mannschaft hat sich weiterentwickelt.“

Trotz der zuletzt positiven Serie von sechs Siegen und zwei Remis in acht Partien war Bergmann froh über die Pause. „Es ist ganz gut, dass wir alle mal durchatmen können. Man darf ja auch nicht vergessen, dass einige Spieler aufgrund des Landespokal-Finales am Ende der vorigen Saison nur einen sehr kurzen Urlaub hatten. Auch diesmal ist die Pause ja nicht gerade lang“, sagt der Rostocker Trainer, der aber nicht glaubt, dass einer seiner Kicker über die Stränge schlagen wird: „Ich denke, dass jeder etwas dafür tun wird, dass sich die Kalorien-Einnahme und der -Verbrauch ungefähr die Waage halten.“

Für die Rückrunde erhofft sich Andreas Bergmann, dass sich seine Truppe weiter stabilisiert. „Ich gucke jetzt nicht so genau, wo wir in der Tabelle stehen. Wir wollen hier etwas aufbauen, da ist es momentan nicht so wichtig, ob wir Dritter, Fünfter, Sechster oder Achter sind. Entscheidend ist, dass wir eine Idee haben, in der wir stabil sind“, so der Coach, der sich insgeheim doch mit der Rückkehr in die Zweitklassigkeit beschäftigt: „Ich glaube schon, dass wir mittelfristig so stabil werden können, dass wir dieses Ziel auch aktiv angehen können.“

Wann dies sein wird, will Bergmann nicht verraten. Eins ist ihm aber wichtig. Es geht nur über die mannschaftliche Geschlossenheit: „Bevor wir uns in den Urlaub verabschiedet haben, sagte ich in Kiel zur Truppe: Wichtig ist, dass wir als Team jetzt da hingekommen sind, wo wir stehen, und nicht als einzelne Spieler.“

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