FC Hansa Rostock : Eisele vor dem Heimdebüt

Hansa-Schlussmann Kai Eisele
Hansa-Schlussmann Kai Eisele

Der Schlussmann des FCH spielt erstmals im Ostseestadion von Beginn an

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09. Dezember 2017, 08:00 Uhr

Zum Abschluss der Hinrunde in der 3. Fußball-Liga trifft der FC Hansa morgen um 14 Uhr im heimischen Ostseestadion auf den Chemnitzer FC. NNN-Redakteur André Gericke sprach mit Hansa-Keeper Kai Eisele, der die etatmäßige Nummer eins Janis Blaswich (Leisten-OP) vertritt und sein Heimdebüt feiern wird.

Kai Eisele, sind Sie schon ein bisschen nervös?
Kai Eisele: Ich bin ganz ruhig und zerbreche mir nicht den Kopf darüber. Ich habe extrem Bock, und das schon die ganze Woche über. Ein Pflichtspiel ist schon noch einmal etwas anderes als ein Testspiel wie im Sommer gegen Wolfsburg.

Und die Zuschauerzahl von über 10 000  beeindruckt Sie nicht?
Das kann ich schon ausblenden. Es ist ja nicht so, dass ich noch nie vor Zuschauern gespielt habe. Man nimmt das natürlich wahr und spürt das auch. Doch wenn der Schiedsrichter das Spiel anpfeift, dann kann ich das gut ausblenden, weil ich voll konzentriert auf das Spiel bin.

Hat sich Ihre Spielvorbereitung geändert?
Ich bereite  mich wie sonst auch auf das Spiel vor, weil es im Fußball immer sehr schnell gehen kann. Es ist jetzt nicht groß anders, außer dass es ein Spieltag ist, wo ich genau weiß, dass ich spiele.

Bei Ihrem  Debüt in Halle überzeugten Sie, obwohl Ihnen im Sommer zwei Tage vor dem Saisonstart mit Janis Blaswich ein Keeper vor die Nase gesetzt wurde. Hatten Sie keine Selbstzweifel?
Klar war es im Sommer schwierig. Da muss man kein Experte sein. Ich habe einfach versucht weiterzumachen und nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Ich habe noch mal eine Schippe draufgelegt und mich im Training gezeigt. Aber klar, erst wenn man dann auch spielt, kann man sich richtig beweisen. Fußball ist in jedem Fall Kopfsache. Wenn man mit dem Glauben an sich selbst reingeht, kann man alles erreichen. Und ich glaube an mich und an uns. Ich habe mir keine großen Gedanken gemacht, dass es schief gehen könnte. Ich freue mich, dass ich in Halle meine Chance bekommen habe und meinen Teil dazu beitragen konnte, dass wir zu null gespielt und letztlich den Dreier geholt haben.

Ein Sieg in Unterzahl in Wiesbaden, ein 0:2 gegen Fortuna Köln aufgeholt,  das Ost-Duell in Halle zu null  gewonnen – was können die Hansa-Fans morgen erwarten?
Jedes Spiel ist schwierig, aber es ist natürlich ein Heimspiel für uns, und die haben noch einmal eine besondere Bedeutung, weil wir den Zuschauern, die hier ins Stadion kommen und uns so tatkräftig unterstützen, auch etwas zeigen wollen. Natürlich nehmen wir uns viel vor.

Hansa führt die Formtabelle der letzten sechs Partien an, Chemnitz ist Vorletzter. Also eine klare Sache?
Das spielt keine Rolle. Chemnitz ist ja nicht umsonst in der 3. Liga. Sie stehen mit dem Rücken zur Wand. Wenn der Schiedsrichter das Spiel anpfeift, dann interessiert niemanden mehr, wie die letzten sechs Spiele ausgingen. Dann geht es einfach um die 90 Minuten, in die man alles reinwerfen muss.

Bemerken Sie nach den jüngsten Erfolgen eine erhöhte Erwartungshaltung?
Wir müssen die Füße auf dem Boden behalten und schauen von Spiel zu Spiel. Wir wollen aber immer gewinnen. Das ist als Sportler einfach so.
 

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