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Hansa Rostock : Einen Punkt noch gerettet

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock gleicht gegen Erfurt durch ein spätes Eigentor zum 1:1 aus

svz.de von
erstellt am 03.Aug.2014 | 19:30 Uhr

„Wir nahmen nach dem Rückstand alles an Herz in die Hand, was wir haben. Das Ergebnis geht in Ordnung. Ich bin halb zufrieden und halb nicht zufrieden“, kommentierte Peter Vollmann, Trainer des FC Hansa, das 1:1 im Ost-Derby der 3. Fußball-Liga gegen den FC Rot-Weiß Erfurt.

Auf das Thema, dass die Rostocker nunmehr bereits elf Heimspiele in Folge nicht mehr gewonnen haben (einschließlich Landespokal vier Unentschieden und sieben Niederlagen), wollte er nicht näher eingehen: „Je länger wir darüber reden, um so uninteressanter wird es.“

Der Sonnabend war einer dieser Tage, an denen einfach niemandem bahnbrechend Kreatives gelingt, an denen es tempomäßig plätschert, sich vieles in eintönigen Bahnen bewegt. Und dann wird auch noch völlig unnötig ein Gegentor kassiert von einem Kontrahenten, der mit einem 0:0 sicherlich vollauf zufrieden gewesen wäre. An solchen Tagen ist es aber auch mal in Ordnung, wenn am Ende wenigstens ein Punkt herausspringt. So bleibt auch der Blick auf die Tabelle (Platz drei) angenehm.

Hansa war – abgesehen von der Schrecksekunde, als Schwertfeger einen Schuss von Cychos kurz vor der Linie abblockte (7.) – optisch überlegen. Den ansehnlichsten Angriff der Partie, einen Konter nach misslungener Ecke der Gäste, schloss Blacha auf Vorarbeit des noch in der ersten Halbzeit verletzt ausscheidenden Krauße nicht schlecht ab – Rot-Weiß-Keeper Klewin wehrte ab zur Ecke (9.). Apropos: Auf 11:3 Eckbälle brachten es die Rostocker, heraus kam dabei nichts.

In der 67. Minute endlich mal ein verheißungsvoller Ansatz: Weidlich schickt mit genauem Pass den eingewechselten Ziemer los, doch dessen Abgabe zu Bickel gerät für jenen unerreichbar.

Und gerade jetzt, als die Mecklenburger den Anschein erwecken, als hätten sie die Thüringer irgendwann mürbe gearbeitet, fällt das 0:1. Ein Geschenk: Alles schaut zu bei der Flanke sowie anschließendem Kopfball von Brandstetter (77.)…

Um ein Haar schlagen die Gastgeber unverzüglich zurück – der ebenfalls eingewechselte Starke legt sich die Kugel zu weit vor (78.). Kurz darauf aber ist der Ball drin: Ziemer setzt Starke in Szene, dessen Eingabe der Erfurter Kleineheismann unfreiwillig zum 1:1 über die eigene Torlinie drückt (87.).

Letztlich wird das Resultat beiden Teams wohl am ehesten gerecht, zumal es „bei dieser Ausgeglichenheit in der Liga fast keine Rolle mehr spielt, ob du zu Hause antrittst oder auswärts“, sagt Vollmann. Na denn: Mittwoch bei Holstein Kiel bitte anknüpfen an das 4:3 zum Saisonauftakt in Münster.

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