FC Hansa Rostock : Eine emotionale Rückkehr

„Jetzt müssen wir alles mobilisieren und in Bewegung setzen, um eine kleine Sensation zu schaffen“, fordert Hansa-Trainer Pavel Dotchev von seiner Mannschaft für das Spiel beim SC Paderborn.
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„Jetzt müssen wir alles mobilisieren und in Bewegung setzen, um eine kleine Sensation zu schaffen“, fordert Hansa-Trainer Pavel Dotchev von seiner Mannschaft für das Spiel beim SC Paderborn.

Pavel Dotchev tritt bei seinem Heimatverein SC Paderborn an – dort wurde er „Trainer des Jahrhunderts“

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22. September 2017, 08:00 Uhr

Ein besonderes Duell erwartet den FC Hansa am 10. Spieltag in der 3. Fußball-Liga. Die Rostocker sind zu Gast beim aktuellen Tabellenführer SC Paderborn. „Wir erwarten ein Spitzenspiel“, sagt FCH-Coach Pavel Dotchev und ergänzt: „Es ist sehr, sehr stark, was die Mannschaft vom SC Paderborn in dieser Saison leistet. Deswegen haben wir davor auch Respekt.“

Für den 51-jährigen Fußball-Lehrer bedeutet dieses Aufeinandertreffen eine Rückkehr in seine Heimat und zu einer alten Wirkungsstätte. Denn bei den Ostwestfalen stand er von 1995 bis 2003 unter Vertrag und wechselte während der Saison 2002/03 vom Spielfeld auf den Trainerstuhl. 2005 gelang Dotchev mit den Paderbornern der Aufstieg in die 2. Bundesliga – und wurde zwei Jahre später beim SCP zum „Trainer des Jahrhunderts“ gewählt. „Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich gegen Paderborn spielen darf. Ich weiß gar nicht, was das für ein Gefühl ist“, so Dotchev. Auch heute verbindet ihn noch viel mit Paderborn, seine Familie lebt schließlich noch dort. „Wir wünschen Paderborn ab übernächstem Spiel alles Glück der Welt und gönnen ihnen den Aufstieg, aber heute ist Hansa Rostock oben“, verspricht Dotchev.

Gegen den Tabellenführer, der etliche Ex-Hanseaten wie Robin Krauße, Ben Zolinski und Dennis Srbeny in seinen Reihen und auch mit Steffen Baumgart einen Ex-Rostocker an der Seitenlinie hat, erwartet der FCH-Coach Powerfußball. „Sie spielen sehr geradlinig. Und bei ihnen gibt es drei, vier Leute, die in der Lage sind, Tore zu erzielen. Das in den Griff zu kriegen, wird sehr schwer.“

Damit spricht der Fußball-Lehrer auch den größten Unterschied zwischen beiden Mannschaften an: Hansa besaß zuletzt oft optische Überlegenheit, aber keine Effizienz. „Jetzt müssen wir alles mobilisieren und in Bewegung setzen, um eine kleine Sensation zu schaffen. Wir haben die Kraft und die Qualität dafür“, ist sich Pavel Dotchev sicher.

Dennoch gab es zuletzt auswärts eine Niederlage und zwei Remis zu Hause. „Wir werden versuchen, uns die Punkte, die wir zu Hause liegengelassen haben, in Paderborn zu holen, um den Anschluss an die oberen Tabellenplätze nicht zu verlieren.“ Das Beste an einem Freitagabend-Spiel für Pavel Dotchev ist: „Wenn du gewinnst, hast du ein schönes Wochenende. Das ist das Beste, was passieren kann.“

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