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Hansa Rostock gewinnt landespokalFinale : Eine echte Chance genügt zum Sieg

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Mit ihrem ersten Schuss aufs Tor kommen die Rostocker kurz vor der Pause durch Christian Bickel zum 1:0 gegen die TSG Neustrelitz

svz.de von
erstellt am 14.Mai.2015 | 20:32 Uhr

1:0-„Auswärtssieg“: Fußball-Drittligist FC Hansa hat am Mittwochabend im ausverkauften Greifswalder Volksstadion das MV-Landespokalfinale „beim“ Achten der Regionalliga Nordost, TSG Neustrelitz, für sich entschieden. Als Gewinner des „Lübzer Pils Cups“ sind die Rostocker für die 1. Runde des DHB-Pokals qualifiziert, was eine gesicherte Einnahme in Höhe von 140 000 Euro bedeutet (Antrittsgeld).

In einem alles andere als schönen Fußballspiel bestachen die Hanseaten nur durch ihre Effektivität: Eine einzige gut herausgespielte Chance reichte ihnen zum Sieg. „Das heute war ein kleiner Schritt“, sprach im Anschluss Kapitän Denis-Danso Weidlich, der mit einer Knöchelverletzung nach knapp 70 Minuten ausschied, zu den Fans. Er richtete den Blick schon auf das nächste Punktspiel: „Auch am Sonnabend brauchen wir eure Unterstützung. Gegen Cottbus versuchen wir alles zu reißen!“ In den eigenen acht Wänden, die dann wieder Ostseestadion heißen, soll der Erhalt der 3. Liga erkämpft und gefeiert werden!

In der 88 Jahre alten Greifswalder Kampfbahn zeigte Viertligist Neustrelitz vom Anpfiff weg deutlich mehr Tatendrang. Hansa hätte früh in Rückstand geraten können. So musste sich Keeper Schuhen – später nicht von ungefähr zum „Man of the match“ gewählt – bei einem „Pfund“ von Wunderlich schon in der 3. Minute ganz lang machen. Nur Sekunden später verpasste der Ex-Rostocker Zolinski, in der Mitte dicht vor dem Tor völlig frei stehend, eine Flanke von Behnke.

FCH-Trainer Baumann hatte auf jegliche Experimente verzichtet und die beste verfügbare Elf aufgeboten. Diese brauchte allerdings eine Viertelstunde, um sich aus anfänglicher Schwerfälligkeit allmählich in wirkliche Bewegung zu versetzen. Insgesamt aber blieb es eine – man muss es ehrlich sagen – eher langweilige Partie, die charakterisiert wurde durch viele Freistoß-Unterbrechungen und wenig Spielfluss. Die Rostocker kamen zwar sporadisch bis vor den Neustrelitzer Kasten, selbigen verfehlten jedoch sowohl der Schuss von Bickel (9.) als auch der Versuch von Savran (32.). Zudem konnte Bickel aus einer gar nicht schlechten Flanke von Ziemer nichts machen (14.). Das war auch schon alles, was der Favorit zustande brachte – bis zur 43. Minute. Endlich führten die Weiß-Gelben mal konzentriert und mit dem nötigen Zug einen Angriff vernünftig zu Ende, prompt entsprang ihm der Treffer des Abends: Bickel brauchte die Kugel nach Savrans kluger Vorarbeit nur noch ins rot-weiße Netz einzuschieben. Es war der erste „Schuss“ der Hanseaten, der aufs Tor kam…

Mit Wiederbeginn machte die TSG gleich wieder Druck. Gleichwohl schienen die Ostseestädter den ebenbürtigen Gegner jetzt unter Kontrolle zu bekommen. Doch es war eine trügerische Sicherheit: Riesenchance auf einmal für Kevin-Okyere Weidlich, den jüngeren Bruder des FCH-Spielführers. Nach Eingabe von Behnke kam er zentral aus Nahdistanz zum Abschluss, doch Schuhen wehrte klasse ab und verhinderte so, dass dieses Finale noch einmal ganz von vorn begann (63.). „Ich habe versucht, mich im Eins gegen eins groß zu machen“, meinte der klar beste Hanseat später bescheiden.

Letztlich holte der Favorit zwar mit Mühe, jedoch nicht zuletzt angesichts einer Tordifferenz von 26:0 (!) in den sechs Landespokal-Partien verdient den Cup.

 

Neustrelitz: Strähle – Pütt (90. Ishihara), Franke, Müller, Zolinski – K.-O. Weidlich, Trkulja, Viteritti (88. Diouf), Wunderlich – Behnke (82. Schied), Adamyam
Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Hüsing, Grupe, Sumusalo – D.-D. Weidlich (69. Sburlea), Schwertfeger, Schünemann, Bickel – Savran (V), Ziemer (90.+1 Krauße)
Schiedsrichter: Rohde (Rostock)

Zuschauer: 4500

Tor: 0:1 Bickel (43.). Gelb-Rot: 90.+3 Trkulja (Neustrelitz)






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