FC Hansa Rostock : Ein Punkt im Nebel von Rostock

<p>Tobias Jänicke steht umhüllt von Nebel- und Rauchschwaden auf dem Spielfeld.</p>
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Tobias Jänicke steht umhüllt von Nebel- und Rauchschwaden auf dem Spielfeld.

Beide Fanlager sorgen beim 1:1 des FC Hansa gegen den 1. FC Magdeburg mit Feuerwerk für mehrere Spielunterbrechungen.

svz.de von
23. September 2015, 22:56 Uhr

Am Mittwochabend um 22.34 Uhr pfiff Referee Sven Jablonski aus Bremen die abschließende Partie der 10. Runde der 3. Fußball-Liga ab, aber sie ist noch nicht zu Ende, wird ein Nachspiel haben. Rein sportlich betrachtet trennte sich der FC Hansa von Aufsteiger 1. FC Magdeburg 1:1 – für Rostock war es die fünfte Punkteteilung in Folge.

Es war die 54. Auflage dieses Ost-Traditions-Duells, das es schon seit 1960 gibt, das vorher stets im Rahmen der DDR-Oberliga stattgefunden hatte und nun nach über 24 Jahren (!) wieder auflebte.

Allerdings zunächst nur für wenige Momente. Schon nach gut einer Minute musste  Jablonski wegen aufflammender Pyrotechnik auf den Rängen für etwa 90 Sekunden unterbrechen. Wenig später schickte er beide Teams zu ihren Bänken: fünf Minuten Wartezeit, bis sich die von der Süd-Tribüne den Rasen einnebelnden blau-weißen Schwaden einigermaßen verzogen hatten. Als es dann nach dem zweiten Wiederbeginn im Gäste-Fanblock richtig zu brennen begann und dort auch die ersten Böller detonierten, kurz darauf unter den Anhängern sogar  gegenseitiger Raketenbeschuss erfolgte, unterbrach Jablonski nach gut zehn Minuten vollends – die Spieler entschwanden ins Stadioninnere. Um 20.53 Uhr ging es  endlich weiter. Vergangene Zeit seit dem Anpfiff: 23 Minuten. Gespielte Zeit bis dahin: dreieinhalb Minuten…

Wie angesichts einer solchen „Anfangsphase“ kaum anders zu erwarten, entspann sich ein holpriges Geschehen mit wenig Aktionsfluss. Die Weiß-Blauen kamen erst in der 33. Minute zu ihrem ersten  Schuss, und da verfehlte Dorda aus guter Position auch noch weit das Tor. Jänickes abgefälschter Versuch aus gut 20 Metern lag schon besser, doch Keeper Glinker hatte keine Mühe, den Ball zu fangen (35.).

Viel besser startete Hansa in die zweite Hälfte: Perstaller frei durch, Glinker wehrt ab, Verteidiger Hainault ist „zur Stelle“ – 1:0 (48./Eigentor)! Und wieder Bengalos auf der Süd…

Dann sogar die Chance zum 2:0 erneut durch Perstaller – vergeben (57.). Prompt schlug Magdeburg zurück durch Altiparmak, der einen Freistoß zum 1:1 genau  in den Winkel setzte (67.).

Die Hausherren waren letztlich dem Sieg deutlich näher, doch weder Gottschling (völlig frei über den Kasten/75.) noch Gardawski (78./vorbei) gelang das 2:1.

Schon Sonnabend geht es bei Wehen Wiesbaden weiter. Das Team reist morgen Abend u. a. per Flieger von Laage nach Köln/Bonn an.

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