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Hansa Rostock gegen Jena : Ein Duell mit vielen Emotionen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hansa-Offensivmann Selcuk Alibaz will Siegesserie ausbauen. Coach Pavel Dotchev mahnt, den Gegner nicht zu unterschätzen

von
erstellt am 14.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Wiedersehen zweier Traditionsvereine des Ostens in der 3. Fußball-Liga. Heute ab 14 Uhr tritt der FC Hansa Rostock beim FC Carl Zeiss Jena im Ernst-Abbe-Sportfeld an – und möchte weitere drei Punkte in der Liga holen.

„Wir wollten eine kleine Serie starten, das haben wir gegen Aalen (1:0 – d. Red.) begonnen, im Landespokal fortgeführt – auch wenn es nur ein Siebtligist war (3:1-Sieg gegen den Bölkower SV – d. Red.) – und das wollen wir jetzt in Jena fortsetzen. Das gibt uns Schwung“, sagt Hansas Offensivmann Selcuk Alibaz selbstbewusst.

Der 27-Jährige traf bisher schon dreimal für die Rostocker, jedoch lediglich im Landespokal beim 8:0 gegen Schwarz-Weiß Eldena und beim 3:1 gegen Bölkow. Ein Tor in der Liga war bisher noch nicht drin. „Ich will das natürlich so schnell wie möglich ändern. Irgendwann kommt meine Chance, und dann mache ich die Dinger auch rein. Mir ist aber wichtiger, dass die Mannschaft Punkte holt“, so Alibaz weiter.

Dies wird gegen die Thüringer – auch wenn die Mannschaft von Trainer Mark Zimmermann mit zehn Punkten auf dem ersten Abstiegsplatz (Rang 18) steht – aber keine leichte Aufgabe. Das weiß auch FCH-Coach Pavel Dotchev: „Es wird ein sehr hartes Spiel. Uns erwartet eine heiße Partie. Jena hat bisher nur einmal zu Hause verloren, das darf man nicht vergessen. Ich habe mit Erfurt schon oft dort gespielt. Das waren immer umkämpfte Partien, Derbys, und genau das erwarte ich heute auch so.“ Daher kennt der Fußball-Lehrer auch die Stärken und Schwächen des Gegners gut. „Wenn man sie lässt, können sie sehr gut den Ball laufen lassen. Wenn man sie beschäftigt, sind sie verunsichert und machen auch mal Stellungsfehler. Sie sind gut eingespielt und gemeinsam aufgestiegen, was auch Euphorie mit sich bringt.“

Hinzu kommt, dass die Jenaer zuletzt ebenfalls zwei Siege für sich verbuchen konnten: gegen Münster (2:0) und im Landespokal
gegen Erfurt (2:1). „Das gibt der Mannschaft Selbstvertrauen“, mahnt der FCH-Trainer an und ergänzt: „Die Tabelle bedeutet bei solchen Spielen nicht viel. Wir müssen Top-Leistung abrufen und mit gewissem Selbstvertrauen da hinfahren.“

Sein rechter Flügelflitzer Alibaz kennt die Thüringer noch aus seiner Zeit bei Jahn Regensburg und trat insgesamt dreimal gegen sie an. „Jena ist eine eklige Truppe, seitdem ich sie kenne. Dort im Stadion ist es nicht einfach, gegen sie zu gewinnen. Es wird ein Kampfspiel“, so Selcuk Alibaz. Für Dotchev ist klar: „Es geht um viel Brisanz, Prestige und drei Punkte. Das sind Spiele, die viel Emotionen haben und Spaß machen.“

 

Der Gegner: FC Carl Zeiss Jena

Hansa-Bilanz: Es ist die insgesamt 74. Partie zwischen den beiden Ost-Vereinen.  Die Bilanz spricht für die Thüringer, die mit 41 Siegen, neun  Unentschieden und 23 Niederlagen gegen den FCH die Nase vorn haben. In den zehn Begegnungen nach der Wende sieht  die Kogge besser aus: fünf Siege, drei Remis und zwei Niederlagen. Drei dieser fünf Erfolge holten die Hanseaten in Jena.

Saisonverlauf: Nach  den ersten elf Spielen der neuen Serie stehen  erst zwei Siege zu Buche. Mit vier Unentschieden und fünf Niederlagen ist Jena schwach aus den Startlöchern gekommen und rangiert nun auf dem 18. und damit ersten Abstiegsrang. Am vergangenen Wochenende gewann die Truppe von Trainer Mark Zimmermann  im Thüringenpokal  das  Derby gegen Erfurt mit 2:1. Der Kader: Die Jenaer verstärkten sich mit zehn Neuzugängen, unter anderen Jan Löhmannsröben (1. FC Magdeburg) und Ex-Hanseat Kevin Pannewitz. Auch der ehemalige FCH-Akteur Manfred Starke spielt beim FC Carl Zeiss. Offensiv belebt FC-Augsburg-Leihspieler Julian Günther-Schmidt das Spiel der Thüringer.

Stärken: kampfstark und  mannschaftlicher Zusammenhalt (Jena holte  gegen Meppen 0:2 auf)

 

Referee Thomsen
Die heutige Partie pfeift der Unparteiische  Dr. Martin Thomsen (Kleve). Der 32-jährige Referee leitete in der laufenden Saison je zwei Zweit und Drittliga-Partien.

Live-Übertragung
Das Spiel zwischen Jena und dem FCH  wird im Sportclub des  NDR-Fernsehens und im Internet als Livestream auf ndr.de ab 14 Uhr übertragen.

1300 Fans dabei
Beim Ost-Duell werden 1300 Hansa-Anhänger zur Unterstützung dabei sein.

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