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Landespokal Bölkow-Hansa : Ein besonderer Tag für Köhlmann

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Keeper des Bölkower SV kickte von der F- bis zur A-Jugend für Hansa. Heute trifft er erstmals in einem Pflichtspiel auf seinen Ex-Verein

svz.de von
erstellt am 10.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Obwohl er in Cottbus geboren wurde, ist die heutige Achtelfinal-Partie im Landespokal zwischen dem Bölkower SV und dem Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock für BSV-Keeper Norman Köhlmann ein ganz besonderes Spiel. „Als ich drei Jahre alt war, sind wir nach Rostock gezogen. Sozusagen ist das meine Heimat. Zudem habe ich von der F- bis zur A-Jugend beim FC Hansa gespielt. Erst danach bin ich weg von diesem Club“, sagt der 30-Jährige.


37 Einsätze in der Regionalliga


Der Schlussmann kickte im Männerbereich unter anderem für den Sievershäger SV, Schönberg, Anker Wismar und den TSV Graal-Müritz – jeweils in der Ober- oder Verbandsliga. Den höchstklassigsten Fußball seiner Karriere spielte er bei Türkiyemspor Berlin, lief von 2008 bis 2011 insgesamt 37-mal in der Regionalliga Nord auf.

Seit vergangenem Sommer ist Köhlmann für Landesligist Bölkower SV aktiv und freut sich auf seine erste Pflichtpartie gegen eine Profi-Mannschaft. „In Testspielen bin ich mit Sievershagen und anderen Vereinen schon öfter gegen Hansa aufgelaufen. Aber jetzt in einem Pflichtspiel gegen die Profis anzutreten ist schon etwas Besonderes“, so der Schlussmann, der sich mit seinem Team besser als Blau-Weiß Polz verkaufen möchte. Die Westmecklenburger, die ebenfalls ein Siebtligist sind, unterlagen dem FCH in der
2. Hauptrunde mit 0:14. „Wir wollen es dem FC Hansa so schwer wie möglich machen und mannschaftlich eine gute Leistung abrufen. Sicherlich wollen wir auch unter zehn Gegentoren bleiben“, so Köhlmann, der eher weniger auf einen Treffer seines Teams spekuliert: „Das wäre ein Traum, aber man muss realistisch bleiben, dass das gegen die Profis natürlich sehr schwer wird.“

Gerne hätten die Bölkower ein richtiges Heimspiel gehabt, allerdings mussten sie aus Kapazitätsgründen nach Krakow am See ausweichen, wo heute um 15 Uhr der Anpfiff erfolgt. Knapp 2000 Zuschauer werden erwartet. „Ich war noch nicht auf der Anlage, habe aber gehört, dass es ein schöner Platz ist. Leider war es nicht möglich, dass wir diese Partie bei uns austragen“, so der Torwart.


Bölkow kämpft auch für verletzten Teamkollegen


Für seine Mannschaft ist es aber nicht nur wegen des Gegners FC Hansa ein besonderer Vergleich. Die Bölkower gehen in das Achtelfinale auch in Gedanken an ihren Mitspieler Patrick Ramp. Beim 2:1 nach Verlängerung gegen den Verbandsligisten VFC Anklam eine Runde zuvor war der Offensivmann mit dem Anklamer Torwart zusammengeprallt und zog sich schwere Verletzungen zu. Unter anderem musste ihm in einer Not-Operation die Milz entfernt werden. Mittlerweile befindet sich Ramp in der Reha und wird heute unter den Zuschauern sein. „Ich stand damals auch auf dem Platz, war aber zu weit weg. Letztlich war es ein unglücklicher Zusammenprall. Wir haben das zwar alle noch im Kopf, auf dem Platz spielt das aber keine Rolle“, sagt Köhlmann, der sich eher um Patrick Ramp „sorgt“: „Er ist ein großer Fan des FC Hansa und wäre in diesem Spiel sicher gerne auf dem Platz dabei gewesen.“

 

 

 

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